The securitization of the world does not only imply the surveillance of all dimensions of life, which manifests itself on physical borders through analytic surveillance and the sorting or tracing of identities. It also secretly blurs the line between the internal and external security of states, between the police and the military complex. The three conversation partners of this discussion aim to analyze the insecurities that have led to this state of securitization, as well as to understand its consequences. Proposing a new state of mind towards securitization, the discussants will explore emerging artistic and political counter-practices that address the secrecy and uncertainty of information and reach out for new types of political action.
...Die omnipräsente Betrachtung verschiedener Dimensionen unserer Lebenswelt aus einer sicherheitspolitischen Perspektive hat sich zu einem Normalzustand entwickelt. Sie zeigt sich an physischen Grenzen in Form analytischer Überwachungssysteme und manifestiert sich in gesellschaftlicher Kategorisierung und der Auswertung von Identitäten. Heimlich verwischt sie auch die Grenze zwischen der inneren und äußeren Sicherheit des Staates, zwischen Maßnahmen der Polizei und des Militärs. Gemeinsam mit den drei Gästen dieser Diskussionsrunde sollen die Verunsicherungen analysiert werden, die zu diesen umfassenden Sicherheitsbestrebungen mit all ihren Konsequenzen geführt haben. Die Diskussion soll ein Überdenken und Neudenken von Haltungen zur Versicherheitlichung der Welt anstoßen. Als Inspiration für dieses Neudenken dienen aktuelle künstlerische und politische Strategien, die sich mit staatlicher Geheimhaltung und der Unsicherheit von Information auseinandersetzen.
