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Ideologies and Futures of the Internet

Keynote: Conrad Wolfram (uk)
Wolfram Alpha: Information, Computation and the New Era of Knowledge

Participants: Juliana Rotich (ke), Joy Ayo Tang (tw), Florian Rötzer (de)
Moderator: Mercedes Bunz (de)

The best way to predict the future, is to invent it!
Alan Key 1971

One of the potentials of the new media technologies is to change the ways in which knowledge is produced and communicated. The indetermination of how media are being used upon their introduction is a “utopian and political factor” (Mercedes Bunz).

The current technological, cultural and social quality of what we refer to as the Internet, demands that we rethink the most fundamental elements of our cultural identity, namely human communication, interaction and interrelation. We live in a time in which diverse cultures can virtually at any time enter into mutual exchange, dialogue or cooperation, something not possible without the present digital technologies. Having arrived in the technological future we are facing the responsibility to redefine its social and cultural application.

Which ideologies and notions of the future will emerge from the introduction, application, rearrangement and expansion of the Internet as "twin phenomenon of technology and society" (Dirk Baecker)?

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Keynote: Conrad Wolfram (uk)
Wolfram Alpha: Information, Computation and the New Era of Knowledge

Participants: Juliana Rotich (ke), Joy Ayo Tang (tw), Florian Rötzer (de)
Moderator: Mercedes Bunz (de)

Die Verbindungen, die sich als Internet und vergleichbare Netze herausgebildet haben, weckten anfangs großen Enthusiasmus bei den Herren unserer Zeiten: Dem Kapital, Regierungs- und MilitĂ€rzentralen, Forschungszentren [...] Blitzschnelle Verbindungen sollten aus der Erdkugel eine Art Einheit machen (noch nicht heute, versteht sich), Banken und Börsen wĂŒrde es ermöglicht, in Sekundenbruchteilen Transaktionen durchzufĂŒhren, und auf diese Weise wĂŒrden sich gewissermaßen die Pforten des 21. Jahrhunderts öffnen.

[Die Technologiefalle von Stanislaw Lem]


Das Potential neuer Medien(-technologien) besteht u.a. darin, die Art und Weise zu verĂ€ndern, wie wir Wissen produzieren und kommunizieren. In dieser Unbestimmtheit zwischen der EinfĂŒhrung von neuen Medien und ihrer Anwendung liegt ein „utopisches und politisches Moment“ (Mercedes Bunz).

Die gegenwĂ€rtige technologische, kulturelle und soziale QualitĂ€t dessen, was wir als Internet bezeichnen, erfordert es, die Basiselemente unseres kulturellen SelbstverstĂ€ndnisses – menschliche Kommunikation, Interaktion und Interrelation – neu zu denken. Wir erleben allgegenwĂ€rtigen Austausch, Dialog und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kulturen, was ohne die gegenwĂ€rtigen digitalen Technologien nicht möglich wĂ€re. Sind wir in der Zukunft der Technologie angekommen?

Das Internet ist die dominierende Technologie unserer Zeit und sie ist tendenziell allgegenwĂ€rtig. Wir erleben den Bau einer Gesellschaft, durch deren Adern das Internet fließt. Zugleich zeigt sich die ungeheure Dynamik und UmbrĂŒchigkeit dieser Medientechnik, die uns gespannt in die Zukunft blicken lĂ€sst:
Anhand der jĂŒngsten technischen Entwicklungen wird das Internet als Zukunftstechnologie des 20. Jahrhunderts und dessen Rolle als Kulturtechnik im 21. Jahrhundert diskutiert. So spiegelt etwa Wolfram Alpha die lange und bedeutende Geschichte wider, Wissen berechenbar zu machen. Nun scheint sich die Utopie der „intelligenten Wissensmaschine“ realisiert zu haben. Stellt Wolfram Alpha – eingebettet in das Internet als TrĂ€germittel – den nĂ€chsten Schritt im Dialog zwischen Mensch und Maschine? Welches sind unsere  gegenwĂ€rtigen Technologieutopien und Zukunftsmomente, die sich mit der EinfĂŒhrung, Anwendung und Erweiterung solcher Technologien ergeben?