The military-industrial-research complex of the last century has relied on the faith in the digital as a deus ex machina to miraculously resolve our insurmountable anxieties. At the same time, the digital has by now become the established ground zero for apocalyptic futures. And paradoxically, the digital has been—again—presented as the solution to both these anxieties; digitally mediated violence is believed to be resolved by producing more digital structures and practices.
This capacity of the digital to generate, perform, mitigate, and resolve anxieties truly produces its own cybernetic feedback loop. This techno-centrism often glosses over the often-underprivileged bodies, the “undercommons,” that bear the burden of experiencing and servicing anxiety in the post-democratic age. Drawing from postcolonial locations, gendered sites, and other political contexts, this workshop will look at three kinds of post-digital bodies marked by gender, sexuality, race, and political identification, in order to produce new vocabularies, visions, and practices for engaging with and working out the anxieties of the digital.
...Der im vergangenen Jahrhundert entstandene Komplex aus Militär, Industrie und Forschung hat sich stets auf den Glauben an das Digitale als eine Art Deus ex Machina verlassen, der unsere unüberwindbaren Ängste wie von Zauberhand auflöst und am Ende all unsere Anliegen einlöst. Aber das Digitale ist mittlerweile auch zum Ground Zero für apokalyptische Zukunftsszenarien geworden. Paradoxerweise gilt das Digitale – auch auf dieser Stufe wieder – als Lösung schlechthin. So soll digital vermittelte Gewalt abgeschwächt werden, indem mehr digitale Strukturen geschaffen werden.
Dieser Nimbus des Digitalen, Ängste simultan zu generieren, zu befeuern, abzuschwächen und wieder aufzulösen, produziert eine Art eigenen kybernetischen Feedback-Loop. Die Techno-Fixierung überschreibt dabei gerade auch unterprivilegierte Körper, die „Undercommons“, die im postdemokratischen Zeitalter die angstbehafteten Lasten des Erlebens und Bedienens schultern müssen. Der Workshop untersucht postkoloniale, geschlechtsspezifische Orte und weitere politische Kontexte und betrachtet drei Arten postdigitaler politischer Identifikation unserer markierten Körper: Gender, Sexualität, Race. Dagegen sollen neue Vokabulare, Visionen und Praktiken für die Auseinandersetzung mit den Ängsten des digitalen Zeitalters entwickelt werden.