Listen to the session:
During recent years European borders have become the focal line reflecting states’ anxieties to secure themselves, introducing surveillance and big data analysis to the “management” of migration and the movement of refugees. Border politics express the battle between humanism, the demands of the European labor market, strategic politics, and the anxieties that range from personal fears to collective xenophobia. The other, represented by the one crossing a border, becomes the embodiment of personal as well as political anxieties. By analyzing recent border politics from the perspectives of various speakers, this stream will discuss potential visions for the next five years. What strategies of inclusion and exclusion, surveillance and control does Europe stand for today, how might these influence the Europe to come, and which futures are imaginable and desirable?

Hier die Session nachhören:
In den vergangenen Jahren sind die europäischen Außengrenzen zum Brennpunkt staatlicher Ängste geworden. Um Migration und die Bewegung von Flüchtlingsströmen zu „verwalten“, hat Europa groß angelegte Überwachungsstrategien und Big Data-Analysen eingeführt. Diese Grenzpolitik zeigt Konflikte zwischen humanitären Bestrebungen, den Bedürfnissen des europäischen Arbeitsmarktes und einer langfristigen strategischen Politik. Sie weist eine Bandbreite an Ängsten von individueller bis hin zu kollektiver Xenophobie auf; die Figur des Anderen, repräsentiert von jenen Menschen, welche die Landesgrenzen überschreiten, verkörpert sowohl private als auch politische Ängste. Anhand von Analysen der jüngeren Grenzpolitik aus verschiedenen Perspektiven wird dieser Stream mögliche Szenarien für die nächsten fünf Jahre diskutieren. Für welche Strategien der Inklusion und Exklusion, der Überwachung und Kontrolle steht Europa heute und in der Zukunft, und welche Zukünfte sind denkbar und wünschenswert?
