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Interview
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Jen Theodor
Die Blue Screen Interviews: 1995/2017
Eine Zeitreise zurĂŒck ins Jahr 1995, als die transmediale noch VideoFest hieß: Eine Reihe von Festivalteilnehmer_innen ist dazu eingeladen, eine Reihe von Fragen ĂŒber die aufkommende Disziplin der „Multimedia-Kunst“ zu beantworten. Sie sitzen jeweils vor einer blauen Wand und eine unbekannte Person hinter der Kamera stellt die Fragen. Unter den Interviewten waren diverse Denker_innen wie Siegfried Zielinski, Geert Lovink oder Eva Pascoe.

Die hieraus hervorgegangenen Aufnahmen sind als Bluescreen-Interviews bekannt geworden. Die Bedeutung des blauen Wandschirms ist der FestivalĂŒberlieferung verloren gegangen: Sollte er noch von einem innovativen Multimedia-Hintergrund ersetzt werden? War er eine obskure Bezugnahme auf das VideoBlaufieber von Gerd Haag und Simone Sitte, das in jenem Jahr auf dem Festival gezeigt wurde? Die Interviews selbst sind jedoch einzigartige historische Dokumente und vorausschauende Erinnerungen an Entwicklungen innerhalb der transmediale sowie von Medienkunst und Medientheorie.

AnlĂ€sslich dieser Veröffentlichung haben wir einen damaligen Teilnehmer, den KĂŒnstler Simon Biggs, gebeten, erneut auf die ursprĂŒnglichen Fragen aus dem Jahr 1995 einzugehen. Seine Antworten werden hier gemeinsam mit seinen damaligen Antworten gezeigt. Manche Aspekte Ă€sthetischer Praxis sind zeitlos, aber dieses nochmals mit gleichen Fragen gefĂŒhrte Interview zeigt eine bezeichnende Kluft zwischen damals und heute. Wie Biggs es formuliert: „Meine Antworten auf diese Fragen unterscheiden sich heute stark von jenen vor mehr als zwei Jahrzehnten. Dinge haben sich geĂ€ndert und auch mein VerstĂ€ndnis von Dingen hat sich verĂ€ndert.“ Und das ist keine Untertreibung.

Auf jede der ursprĂŒnglichen Fragen und Antwortenfolgt die Version von 2017. Manche Fragen wurden aktualisiert, um eine retrospektive (statt prediktive) Perspektive zu eröffnen.

1995: Was denkst du ĂŒber den Einfluss von Multimedia auf soziale Kommunikation?

Es ist zu frĂŒh, um einzuschĂ€tzen, ob das, was Du als Multimedia bezeichnest, das primĂ€re Mittel der Kommunikation in unserer Kultur werden wird. Es scheint wahrscheinlich, dass es andere Mittel ersetzen wird. Einer der auffĂ€lligsten Aspekte an Multimedia ist deren mehrwertige PrĂ€senz im Sinne von Autorschaft und Rezeption. Das wĂŒrde nun nahelegen, dass es große Verschiebungen in der Gesellschaft selbst geben wird, falls Multimedia sowohl in Subkulturen als auch in der breiten Masse der Gesellschaft zum primĂ€ren Mittel von gesellschaftlichem Diskurs und der Produktion sozialer Bedeutung wird.

Gesellschaft – als soziales GefĂŒge, das wir Gesellschaft oder Kultur nennen mögen – hĂ€ngt mehr oder weniger von Kommunikationsstrukturen ab, die die Gesellschaft geschaffen hat. Ich werde mich nicht in eine Debatte darĂŒber begeben, ob Kommunikation eine Gesellschaft oder eine Gesellschaft Kommunikationsformen erschafft – ich glaube, das ist eine Dialektik, eine komplexe Struktur, in der die beiden einander auch mit anderen Faktoren prĂ€gen. Bei der Auswirkung von Multimedia auf unsere Kultur geht es nicht nur um Multimedia, es geht um eine ganze Menge politischer Fragen, um postkoloniale Kultur, um das Ende des Kalten Krieges; all diese Themen sind ebenso relevant. Eine Frage nach der Auswirkung neuer Technologien auf Kultur stellt sich nicht in Isolation; sie muss gesellschaftlich, politisch und ökonomisch viel breiter betrachtet werden. In den letzten 50 Jahren, und besonders in den letzten zehn Jahren, ist viel Spannendes in der Welt passiert. Technologie ist ein Teil dieses Prozesses.

Die Vorstellung der Fragmentierung erscheint vielmehr als grundlegende, gesellschaftliche Dynamik: die Vorstellung, dass verschiedene Kulturen parallel existieren und miteinander in Verbindung treten können, dass es eine Möglichkeit pluralistischer Kommunikation und ein pluralistisches Konzept des Ursprungs von Bedeutung gibt – und damit auch des Ursprungs von Macht in unserer Kultur. Und natĂŒrlich steht Kommunikation im Zentrum hiervon.

2017: Was war deines Erachtens der Einfluss von Multimedia auf soziale Kommunikation?

Nach heutiger EinschĂ€tzung ist Multimedia Teil einer Entwicklung dessen, was wir heute als soziale Medien verstehen. Soziale Kommunikation ist mit dem Aufkommen des Internets derart technologisch vermittelt geworden, dass wir heute auf einen Großteil von Kommunikation als Social Media oder soziale Medien Bezug nehmen. Der Begriff der sozialen Medien wird allumfassend; er umfasst solche zuvor getrennten medialen Formen wie die visuelle Kommunikation, Journalismus und Reportage, AusdruckskĂŒnste und Bildung. Zudem entwickeln sich neue Medienformen. Sie spiegeln wider, was Medien immer gewesen sind – sozial und kommunikativ. Die Frage ist, ob wir durch diesen Prozess das Bewusstsein darĂŒber verlieren, wie Medien soziale GefĂŒge erschaffen und kontrollieren. Wir mĂŒssen achtsam fĂŒr diese Dynamiken bleiben, damit wir uns ĂŒber die Entstehung von Dingen und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft bewusst bleiben.

“Dark Matter” an interactive, immersive, multi-projection installation by Biggs in 2016.

1995: It is said that our thinking and perception is linear. Multimedia is non-linear. Do you think our thinking and perception will change in response to multimedia over time?

Can I appropriate your question? I do not believe that thinking is linear. The whole concept of linearity doesn’t exist. I think thinking has nothing to do with time. And I think identity has very little to do with time. It has a lot to do with memory. Memory is random access; memory is associative, it’s poetic, and the formation of the self is a function of that, and so is the formation of meaning. So for me, and this is a very personal statement as an artist, this is one of the things that attracts me to interactive media: that you have a potential for poetic association that is more like how the brain works. I would argue that forms like film, theater, and especially television and video art, are not naturally human means of thinking. The novel is slightly more natural, because you can jump around, you are in control as a reader, and you’re not forced into somebody else’s conception of time.

One of the nice things about the really new technologies is that they bring us back to the most natural state of human thought, which has nothing to do with the conventions we’ve been subject to for the last hundred years or longer. The more nonlinear, the more random access, the more associative—I think these new technologies allow that to function, not only in the character of the work but also in the formation of the work and the reading of the work. In a sense I feel we’re getting back to a notion of a very close relationship between the artwork, the process of art production, the process of reading, all as an integral social thing. In the same way that storytelling was, or playing music around the fire was.

That’s some potential I see, but whether it’s realized is another question. I’m sure that individual artists, events, and institutions will promote that type of work. The real question is whether the media moguls will allow that to develop in the mainstream, and that of course is really unknown. I think it’s unlikely that they would.

2017: Have our thinking and perception changed in response to multimedia over time?

Do we still think about multimedia? In the 1990s we were in a period of technological convergence, where having diverse media encoded together was an interesting novelty. What was once multimedia is now something else, and no longer novel, becoming so pervasive it is now an invisible infrastructure. We live outside the black box that is our socio-technical apparatus. That is to say, most people are unaware of how the technologies that underpin most aspects of their lives work or interact with one another (this could be described as a post-medial condition). At the time of the original transmediale interviews, in the mid-90s, Michel Foucault offered a compelling analysis of our society, viewing it as a panoptic apparatus of creation and control. I think that his work remains compelling and his ideas are even more important if we are to understand contemporary society.

Micky Kwella

1995: Hast du Kriterien, wodurch ein multimediales Produkt zu Kunst wird?

Nein. FĂŒr mich ist die wichtigste Frage nicht, ob etwas Kunst ist oder nicht, sondern ob es interessant und kreativ ist und ob es aus einer positiven Motivation hervorgeht. Die Motivation mag auf den ersten Blick negativ erscheinen, etwa im Falle von grenzĂŒberschreitender Kunst oder im Falle von Pornographie oder SM oder Gewalt. Auf den ersten Blick können diese Dinge negativ erscheinen, doch in den richtigen HĂ€nden und auf die richtige Weise umgesetzt können sie durchaus positiv sein.

Ich denke nicht, dass die Unterscheidung zwischen Kunst und Nicht-Kunst die eigentliche Frage ist. Vielmehr geht es darum, ob etwas gut, wirksam, kreativ, inspirierend ist. FĂŒr mich lautet das wichtigste Wort „transzendental“, in dem Sinne, dass Autor_in und Leser_in ĂŒber sich selbst hinaus getragen werden, jenseits des ihnen Bekannten.

2017: Hast du Kriterien, wodurch ein multimediales Produkt zu Kunst wird?

Nein. Meine Antwort auf diese Frage hat sich nicht verĂ€ndert. Dinge werden nicht aufgrund ihrer eigenen Eigenschaften zu Kunst. Dinge werden aufgrund dessen zu Kunst, wie sie im VerhĂ€ltnis zu anderen Dingen stehen, einschließlich zu Menschen. Ob ein Multimedia-Produkt als Kunst betrachtet wird (oder nicht), hĂ€ngt unter anderem von der IntentionalitĂ€t ab (der Absicht der herstellenden Person, Kunst zu produzieren) – und von der Auffassung (die Konsument_innen, die etwas als Kunst wertschĂ€tzen). Hingegen ist ein Multimediaprodukt im Rahmen der institutionellen Definition von Kunst nur dann Kunst, wenn es in den institutionell definierten Kunstkanon aufgenommen wird. Dieser letzteren Definition widme ich nicht viel Zeit, da sie korrumpierbar und korrumpierend ist.

“Tower,” a 2011 interactive installation with large-scale projection and virtual reality headset, with software engineering by Mark Shovman.

1995: Denkst Du, dass sich durch Multimedia die Definition von Kunst verÀndern wird?

Ich denke, es gibt wahrlich ein Problem in der Beziehung zwischen Kunst und Multimedia. Ich vermute, ich produziere Multimedia, aber ich verstehe mich als KĂŒnstler. Doch ich kann mir auch vorstellen, dass viele Leute, die in diesem Feld arbeiten, lieber nicht als KĂŒnstler_innen gesehen werden möchten. Sie haben den Eindruck, dass sie durch ein VerstĂ€ndnis als KĂŒnstler_in ins Museum verbannt werden, ins Leben der Toten. Und ich kann das nachempfinden. Ich glaube es ist nicht wichtig, ob Multimedia Auswirkungen auf die Kunst hat oder nicht. Viel wichtiger ist, welche Wirkungen sie auf Gesellschaft hat. Und ich glaube, so denkt auch ein_e KĂŒnstler_in. Zumindest gute KĂŒnstler_innen wĂŒrden nicht darĂŒber nachdenken, ob ihre Arbeit Kunst ist oder nicht, sondern ob sie eine Wirkung auf Menschen und ihre kulturellen Umgebungen hat.

2017: Denkst Du, dass sich durch Multimedia die Definition von Kunst verÀndert hat?

Die Antwort auf diese Frage hĂ€ngt davon ab, ob Kunst relational oder institutionell definiert wird. Wenn sie relational definiert wird, dann hat sich Kunst durch Multimedia verĂ€ndert – neben vielen weiteren Faktoren. Relational definierte Kunst ist immer im Fluss, wie die Beziehungen, die sie definieren. Wenn Du Kunst institutionell definierst, dann lautet die Antwort: Nein, Kunst kann sich nicht verĂ€ndern.

The Blue Screens were recently digitized as part of an archiving initiative.

1995: Was hĂ€ltst du fĂŒr die beste Art, Multimedia in einem öffentlichen Raum zu zeigen?

Ich denke, dass die PrĂ€sentation und Kontextualisierung von interaktiver Multimedia in einer öffentlichen Umgebung beinahe unmöglich ist. Zumindest in der Form der Schreibtischarbeit – die Zeiger-und-Klick-Umgebung, der Computer auf einem Schreibtisch mit einer Maus. Das ist intim und sollte als intim prĂ€sentiert werden. Ich denke, es ist fĂŒr Festivals, Museen und Galerien möglich, diese Arbeit zu prĂ€sentieren, aber sie mĂŒssen anerkennen, dass die Betrachter_innen nur eine begrenzte Dimension der Erfahrung erhalten. Worauf sie wirklich ihre Aufmerksamkeit richten sollten, ist nicht die Schreibtischarbeit, sondern die Umgebung: Arbeiten, bei denen acht oder zwanzig Personen oder eine beliebige Anzahl von Leuten miteinander und mit dem Werk interagieren können.

2017: Was hĂ€ltst du fĂŒr die beste Art, Multimedia in einem öffentlichen Raum zu zeigen?

Technologische Fortschritte in der Videoprojektion und anderen immersiven Medien haben dazu gefĂŒhrt, dass einst intime Medien, die vor allem per Desktop-Computer erfahren wurden, jetzt in großrĂ€umigen, gemeinsamen Umgebungen von miteinander interagierenden Zuschauer_innen oder Leser_innen erfahren werden können. Fortschritte in der Mobiltechnologie haben dazu gefĂŒhrt, dass intime Auseinandersetzungen mit medienbasierten Arbeiten aufrecht erhalten werden können, ohne an einen Schreibtischarbeitsplatz gebunden zu sein. Wir können medienbasierte Arbeiten beinahe ĂŒberall und/oder zu jeder Zeit erfahren. Fortschritte in Netzwerktechnologien ermöglichen, dass solche intimen Erfahrungen zu geteilten Erfahrungen werden. All diese drei AnsĂ€tze können verschiedentlich kombiniert und so eine Vielfalt medialer Erfahrungen geschaffen werden, die zugleich intim und geteilt, öffentlich und privat sein können. HierfĂŒr gibt es keine beste Variante. Ich entwickle weiterhin meine eigenen kreativen Strategien und experimentiere mit einer Reihe unterschiedlicher Herangehensweisen. In meiner eigenen Praxis bleibt die (physische und poetische) InteraktivitĂ€t dafĂŒr entscheidend, wie Menschen ein Werk erfahren. Der hierbei wahrscheinlich wichtigste Aspekt ist das VerstĂ€ndnis, dass Menschen ihre eigenen Lesarten einer Arbeit aufbauen und dass eine variable und interaktive (offene) Arbeit ihre WertschĂ€tzung dieses Prozesses verstĂ€rken kann. Solche Werke zu schaffen, ist unter Verwendung neuer Medien (besonders computerbasierter Medien) einfacher, aber das kann auch mit alten Medien erreicht werden. Wie ich im ursprĂŒnglichen transmediale-Interview in Betracht zog, haben BĂŒcher einige dieser Eigenschaften.

“Crosstalk,” 2014: an interactive performance environment by Biggs with choreography by Sue Hawksley and sound by Garth Paine.

1995: FĂŒr Kunst ist es sehr wichtig, dass es eine Beziehung zwischen Betrachter_in und Kunstwerk gibt. Bei der Anwendung von Multimedia sind wir aber nicht nur Betrachter_innen, sondern auch Nutzer_innen. FĂŒhrt dies zu so etwas wie dem Ende von Kunst?

FĂŒr mich ist die primĂ€re Sache nicht die Beziehung zwischen Betrachter_in und Kunstwerk, sondern die Beziehung zwischen Betrachter_in und Autor_in. Das Kunstwerk ist nur das Medium. Eine der Schönheiten von interaktiven Systemen ist, dass sie diese Beziehung explizit machen: Die Betrachter_innen werden ĂŒber-achtsam fĂŒr ihre Beziehung zu sich selbst und fĂŒr ihre Beziehung zur Umgebung, zum Werk. Sie werden so aufmerksam, dass sie vielleicht anfangen, sich selbst als Subjekt des Werkes zu betrachten, so dass ihr Blick sich ihnen selbst zuwendet. Ich denke, als Autor_in mache ich das, weil ich selbst auch Betrachter_in bin. Und als Autor_in suchst du nach Möglichkeiten, die Trennungen zwischen dir und denen aufzulösen, KĂŒnstler_in/Betrachter_in, Autor_in/Leser_in, schwarz/weiß, wir und sie. Du suchst nach Möglichkeiten, diese Grenzziehungen aufzulösen, nach neuen Möglichkeiten des Seins. Das meinte ich vorhin, als ich ĂŒber Transzendenz sprach.

2017: In der Interaktion mit Multimedia sind wir nicht nur Betrachter_innen, sondern auch Nutzer_innen. Wie hat die Entwicklung von Betrachter_innen zu Nutzer_innen Deines Erachtens das Schaffen von Kunst verÀndert?

Ich finde den Begriff „user [Nutzer_in]“, der vor allem aus dem Gaming abgeleitet ist, unnĂŒtz, da er die HandlungsfĂ€higkeit der Person verringert, die sich mit einem Werk auseinandersetzt. Ich finde auch den Begriff „viewer [Betrachter_in]“ unnĂŒtz, da er nicht die aktive HandlungsfĂ€higkeit aufruft, die in der Begegnung mit medienbasierten Werken möglich ist. Ich mag den Begriff „reader [Leser_in]“, da dies eine aktivere Rolle der Leser_in in der Konstruktion von Bedeutung nahelegt – doch könnte der Begriff als auf sprachbasierte Arbeiten beschrĂ€nkt verstanden werden. Ich verwende fĂŒr die Beschreibung des Subjekts in dieser Art von Begegnung bevorzugt den Begriff „interactor [Interakteur_in]“. Dieser Begriff kann im Rahmen der Akteur-Netzwerk-Theorie verstanden werden, in der HandlungsfĂ€higkeit als Wirkmacht verstanden wird, die auf zahlreiche Wirkende [agents] im Mediensystem verteilt ist, einschließlich der Interakteur_in. So wird das ganze Werk als eine Art System oder Instrumentarium verstanden, mit der Interakteur_in als einem aktiven Element darin. In meiner Sichtweise sind die EntitĂ€ten (oder Wirkenden [agents]), aus denen sich ein solches System zusammensetzt, nicht stabil, sondern wie das ganze System beweglich und dynamisch in ihrer Ontologie. Meine Arbeit soll an diese instabile, verĂ€nderliche und relationale Bedingtheit von Kontext und Selbst erinnern.

A still from the Blue Screen Interview with Simon Biggs, VideoFest ‘95

1995: Ich nenne dir zwei einfache Worte und bitte dich um ein kurzes Statement. Die Worte lauten: Zukunft und Multimedia.

Du kannst die Zukunft nicht schreiben.

2017: Ich nenne dir zwei einfache Worte und bitte dich um ein kurzes Statement. Die Worte lauten: Zukunft und Multimedia.

Die Zukunft wird nicht geschrieben sein.