| Tagline: | Festival fĂŒr Kunst und digitale Kultur |
|---|---|
| Venues: | Akademie der KĂŒnste, sIlent green Kulturquartier, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, transmediale studio, Haus der Kulturen der Welt (HKW) |
| Date: | 28.01.2021â29.01.2022 |
| Organisation: | transmediale e.V |
| Website: | https://202122.transmediale.de/ |
Im Laufe eines Jahres hat die transmediale die politische Kraft der Verweigerung kartografiert und ihr Potenzial zur Schaffung neuer soziopolitischer RealitĂ€ten untersucht. Ausgehend von einem VerstĂ€ndnis der Verweigerung durch die drei zentralen ThemenstrĂ€nge Spannung, MaĂstĂ€be und Verstrickung untersuchte das Festival abschlieĂend die Grenzen der Verweigerung durch zwei weitere ThemenstrĂ€nge: Glaube und Kompromiss. Durch den Aufbau eines VerstĂ€ndnisses fĂŒr die verschiedenen Formen der Verweigerung und deren Ăberschneidungen wollte das Festival erkunden, wie verschiedene Verweigerungstaktiken eine kollektive politische Verantwortung bilden können.
Festivalthema
Im Laufe des vergangenen Jahres hat transmediale politische Handlungsmöglichkeiten von Verweigerung entworfen und ihr Potenzial zur Schaffung neuer soziopolitischer RealitĂ€ten erkundet. Nach der ersten AnnĂ€herung an ein VerstĂ€ndnis von Verweigerung anhand der drei zentralen ThemenstrĂ€nge Reibung (friction), Skalierbarkeit (scale) und VerschrĂ€nkung (entanglement) wird die Untersuchung nun mit der Erforschung der Grenzen von Verweigerung ĂŒber die beiden neuen ThemenstrĂ€nge Glaube (belief) und Kompromiss (compromise) abgeschlossen. Durch ein besseres VerstĂ€ndnis der unterschiedlichen Formen von Verweigerung und deren Ăberschneidungen soll erkundet werden, wie unterschiedliche Taktiken der Verweigerung neue AnsĂ€tze fĂŒr eine kollektive politische Verantwortung schaffen können.
Glaube (belief)
Beweise, Fakten und Argumente haben im Kontext von Algorithmen, Plattformen und Fake News an Bedeutung verloren. Digitale Technologien verbreiten und vermitteln unterschiedliche Ăberzeugungen, was zu einem instabilen Setting gefĂŒhrt hat, in dem unbestĂ€tigte Fakten zu Wahrheiten verhĂ€rtet werden, wĂ€hrend Moral ĂŒber die Nutzung kohlenstoffintensiver Blockchains entscheidet. Mit der Folge, dass Vernunft und Wissen â ohnehin schon Ă€uĂerst subjektiv â weiter aufgesplittet werden. Doch auch wenn neue Technologien diese Konflikte schĂŒren, sind derartige VerschĂ€rfungen nicht neu. Glaubenssysteme haben schon immer entscheidend dazu beigetragen, der Welt Sinn zu verleihen und sich in ihr zurechtzufinden, und wurden in der Vergangenheit als Mittel zur Wahrung von Werten und der Gestaltung der Zukunft eingesetzt. Durch die dynamischen Wechselbeziehungen, die sich zwischen Begehren, Emotion, Kontext, Erfahrung und Vernunft ergeben und die Abstraktion des Glaubens durch algorithmische Prozesse â auch als Ăberzeugungen bekannt â kann Glaube auch den Ausgangspunkt fĂŒr Verweigerung bilden und somit deutlich machen, dass eine Grenze erreicht ist.
Doch wie lĂ€sst sich Verweigerung â als Akt, der eine Alternative fordert â im zutiefst persönlichen und subjektiven Bereich des Glaubens verstehen, aufgreifen und vielleicht sogar neu formulieren? Inwiefern werden durch Verweigerungspraktiken Ăberzeugungen auferlegt? Kann Verweigerung gĂ€ngige Ăberzeugungen erschĂŒttern und Instrumente liefern, um die UmstĂ€nde ihrer Entstehung nachzuvollziehen?
Kompromiss (compromise)
Verweigerung, und ihre Dehnbarkeit als Konzept und Praxis, folgt keinem geradlinigen Kurs. Dies ist eine grundlegende Bedingung, auch wenn sie hĂ€ufig unterschiedlich interpretiert wird. Je nach Kontext und Perspektive eröffnet der Kompromiss Möglichkeiten, Hierarchien abzulehnen und Beziehungen neu zu gestalten, anstatt diese zu beenden. Als Rahmen fĂŒr Verweigerung kann der Kompromiss zu einem notwendigen Partner werden, um politisch-ökonomische und hegemoniale Prozesse zu verstehen â und zu entscheiden, ob man an ihnen partizipieren will.
Die Forderung nach einer Neugestaltung von Beziehungen erfordert die Aushandlung und Einbindung gemeinsamer Werte, was neue Verpflichtungen mit sich bringt. Werden Hierarchien ins Wanken gebracht und Beziehungen neu geordnet, kommt es hÀufig zu Spannungen und Reibungen, vor allem dann, wenn sich keine gemeinsame Basis finden lÀsst. Aber wie verhandeln oder unterhalten wir gemeinsame Beziehungen mit schlechten Nachbar:innen und Verwandten? Und wie könnten Akte der Verweigerung neue Konfigurationen und Vorstellungen von sozialen und politischen Beziehungen ermöglichen?
Reibung (friction)
Verweigerung wird ĂŒber das gesamte politische Spektrum hinweg als Strategie entwickelt und praktiziert und kann sich sowohl gĂŒnstig als auch nachteilig auf politische Forderungen und Aktionen auswirken. Klimaskeptiker:innen, Covid-19-Leugner:innen, Impfgegner:innen, durch Fake News angeheizte Randalierer:innen â sie alle sind Beispiele aktiver Manifestationen von Verweigerung, die auf ein reaktionĂ€res politisches Engagement und eine Umdeutung der Debatte abzielen. Seit jeher war Verweigerung eine notwendige Methode, um MachtverhĂ€ltnisse zu hinterfragen, sich ihnen zu widersetzen und sie in Richtung einer progressiven, inklusiven Politik umzugestalten. Wir sehen dies in der jĂŒngsten und andauernden Weigerung der Menschen in Hongkong, sich dem Autoritarismus zu unterwerfen, in den abolitionistischen Forderungen von #ENDSARS in Nigeria und in den Protesten gegen EinschrĂ€nkungen sexueller und reproduktiver Rechte in Polen, Russland und Nordirland.
Weil sich Verweigerung in vielfĂ€ltigen und mitunter gegensĂ€tzlichen AktivitĂ€ten manifestiert und dadurch ihre Praktiken und Werte verschwimmen, kann sie zu Reibung fĂŒhren und polarisieren. Gleichzeitig kann diese elastische Seite der Verweigerung, der Aspekt, der so viele Möglichkeiten birgt, auch GleichgĂŒltigkeit, Opposition, Unsicherheit und Widerspruch erzeugen. Indem sich dieser Themenbereich mit den Bedingungen auseinandersetzt, unter denen Verweigerung entsteht, trĂ€gt er der Tatsache Rechnung, dass sich diese Reibungen nicht ignorieren oder vermeiden lassen, und untersucht inwiefern die erzeugten Spannungen beachtet, einkalkuliert und â in einigen FĂ€llen â verstĂ€rkt werden mĂŒssen.
Skalierbarkeit (scale)
GroĂe politische Verweigerungsakte ziehen oft die gröĂte Aufmerksamkeit auf sich. Um politische Forderungen und Aktionen sichtbar zu machen, ist es notwendig, Ăffentlichkeit fĂŒr kollektive Verweigerungen zu schaffen; dies zeigt sich sowohl in der Medienberichterstattung ĂŒber den Massenexodus von WhatsApp-Nutzer:innen zu Signal als auch in den zunehmenden öffentlichen Nawalny-Protesten gegen die stagnierende politische Ordnung in Russland. Aber wie können wir die Aufmerksamkeit auf kleine, alltĂ€gliche Gesten des Widerstandes lenken, und wie lassen sich diese zu kollektivem Handeln ausbauen?
AlltĂ€gliche Praktiken der Verweigerung, die sich in den ZwĂ€ngen des Alltags manifestieren, werden hĂ€ufig ĂŒbersehen oder unterschĂ€tzt. So gelten Mikro-Akte der Verweigerung â von der Installation von Ad-Blockern in Browsern bis zur Verwendung von Open-Source-VerschlĂŒsselungstools â oft als vereinzelte, individuelle Praktiken und nicht als Teil kollektiven Handelns, die in ihrer Gesamtheit eine progressive politische Haltung darstellen.
Dabei sind kleine oder stille, unter alltĂ€glichen Bedingungen entstandene Formen der Verweigerung lediglich auf unterschiedliche FĂ€hig- und Fertigkeiten zugeschnitten und ermöglichen ein VerstĂ€ndnis von Verweigerung als einer Reihe von flexiblen und skalierbaren, miteinander verbundenen Praktiken. Schenkt man Mikro-Gesten sowie dem VerhĂ€ltnis zwischen kollektiven politischen Forderungen und individuellen Handlungen Beachtung, kann die Skalierbarkeit von Verweigerung neue Erkenntnisse darĂŒber liefern, wie wichtige politische AktivitĂ€ten entstehen und getragen werden können.
VerschrÀnkung (entanglement)
Verweigerung nicht nur als Neinsagen oder Ausstieg zu begreifen, kann das transformative Potenzial von Gesten und Handlungen der Verweigerung deutlich machen. Durch einen kontinuierlichen Prozess der Ablehnung und Neudefinition der Beziehungen zwischen Finanzen, Technologie, SubjektivitĂ€t und Umwelt kann Verweigerung neue Gegebenheiten und Anliegen in den Fokus rĂŒcken und wirtschaftliche Stagnation mit Ăberfluss verbinden. Dass der Kurs der Zoom-Aktien gefallen ist, sobald es erste Nachrichten ĂŒber Covid-19-Impfstoffe gab, zeigt deutlich, wie stark finanzielle, persönliche und technische Interessen voneinander abhĂ€ngig sein können. Dieser Themenbereich untersucht wie die Logik der Extraktion, Akkumulation und Privatisierung sowie die gegenseitige AbhĂ€ngigkeit allen organischen Lebens miteinander verflochten sind, die von Natur aus Teil des Plattformkapitalismus und seiner Stagnation sind.
In ihrer Verstrickung mit umwelt- und geopolitischen Belangen fordert Verweigerung andere politische VerhĂ€ltnisse und stellt Spekulationen ĂŒber diese an. So ermöglicht sie uns, mehr-als-menschlich zu denken und zu handeln. Indem sie neue â oder zuvor verborgene â VerschrĂ€nkungen zwischen den zutiefst komplexen RealitĂ€ten von Verschuldung, Knappheit und ökologischem Zusammenbruch aufzeigt, kann Verweigerung zur Entwicklung neuer Praktiken und Werte fĂŒhren und so eine Dynamik fĂŒr die Schaffung einer gerechteren Zukunft erzeugen.
Das Dilemma der Verweigerung hat zunehmend an Dringlichkeit gewonnen. Leicht missverstanden als Geste der UntĂ€tigkeit und PassivitĂ€t versinnbildlicht Verweigerung vielmehr das Beharren auf Alternativen oder eine Forderung nach Reformen. Von Boykotten ĂŒber Streiks bis hin zum kollektiven oder individuellen RĂŒckzug â die lange und paradoxe Geschichte der Verweigerung legt politische und soziale Vorstellungen nahe, die mehr als ein bloĂes Nein-Sagen bedeuten. Als eine Haltung, die sowohl Risiko als auch VerheiĂung in sich birgt, eröffnet Verweigerung ein Spektrum an Möglichkeiten fĂŒr Welten, wie sie zukĂŒnftig sein können.
Der Akt der Verweigerung ist jedoch kein leichter â er beruht auf Reibungen und Kompromissen, erfordert Handlungen und ein Vorstellungsvermögen, das auĂerhalb des Status quo denkt. Was die unterschiedlichen Formen von Verweigerung eint, ist ihr Potenzial, Aufmerksamkeit auf ungewöhnliche und chaotische Praktiken zu lenken, die fĂŒr eine Kritik und Neuerfindung unserer materiellen Welt von entscheidender Bedeutung sind. FĂŒr manche ist Verweigerung ein Luxus; fĂŒr andere ist sie eine Antwort auf regressive, reaktionĂ€re Politik. Allzu oft ist Verweigerung eine Haltung, die nach Jahren des Exils, der Ausgrenzung oder UnterdrĂŒckung eingenommen wird. Verweigerung verlangt nach VielfĂ€ltigkeit, Differenz und Koexistenz und nicht nach festen Logiksystemen, die das gesellschaftspolitische Leben restringieren und algorithmische Biases mit kolonialen Geschichten verknĂŒpfen.
Die transmediale 2021â22 for refusal wurde als einjĂ€hriges Event neu konzipiert, das online und vor Ort in ganz Berlin stattfindet. Ablehnung kann leicht als Zeichen von UntĂ€tigkeit oder PassivitĂ€t missverstanden werden, kann aber ebenso ein Beharren auf einer Alternative oder eine Forderung nach Reformen sein. Die 34. Ausgabe der transmediale untersuchte die politische WirkmĂ€chtigkeit von Ablehnung und ihre generativen Möglichkeiten. Im Laufe des Jahres kartografierte die transmediale 2021â22 die politische HandlungsfĂ€higkeit der Verweigerung und untersuchte ihr Potenzial, neue soziopolitische RealitĂ€ten zu schaffen. Die einjĂ€hrige Festivalausgabe for refusal prĂ€sentierte Ausstellungen, FilmvorfĂŒhrungen und ein Diskursprogramm, das zusammen mit Residenzen, Workshops und Auftragsarbeiten die materiellen, technologischen und kulturellen Aspekte der Verweigerung untersuchte.
Der Almanac for Refusal ist eine kuratierte Online-Publikationsplattform, die sich ĂŒber die letzten 14 Monate im Rahmen der transmediale 2021â22 for refusal Festivalausgabe etabliert hat. Mit verschiedenen kĂŒnstlerischen Formaten - von Essays, AudiobeitrĂ€gen und Podcasts bis hin zu Video-, Film- und Online-Kunstwerken - sowie der Dokumentation von Veranstaltungen und Ausstellungen aus dem Festivalprogramm enthĂ€lt der Almanac insgesamt ĂŒber 80 BeitrĂ€ge von mehr als 100 KĂŒnstlerinnen, Kollektiven, Forschenden und Aktivistinnen. Diese BeitrĂ€ge haben die politische Wirkkraft der Verweigerung ausgelotet und ihr Potenzial zur Schaffung neuer soziopolitischer RealitĂ€ten untersucht. Inspiriert von den Traditionen eines Almanchs wurde die kuratorische Online-Plattform zu jedem Vollmond erweitert.
Team
NĂłra Ă MurchĂș artistic director, Filippo Gianetta managing director, Magdalena Ritter head of administration and finance, Anky Heidenreich festival coordination, Paul Schmidt programme coordination, Jade Barget curatorial assistance, Ann-Christine Pilder administration and HR management, Lucas Matray administration assistance and management, Ricarda Bross exhibition and programme coordinator, Anna-Lena Panter editorial management, Manon Frugier front of house management, Lynn KĂŒhl press management, Ekaterina Kosykh intern festival production, Nora Gail intern festival production, The Laboratory of Manuel BĂŒrger - Manuel BĂŒrger, Simon Schindele, BĂĄrbara Acevedo Strange design, Theta.cool, Matteo SpanĂł Video and Media Production, Sebastian Kite Architecture, Holger HeiĂmeyer, Steph Tyszka, Bryan McLeod Website development, Elisa Barth, Hannah Gregory, Maeve O'Neill, Anja Schulte Editing and translation
Curators Ben Evans James film and video, Dani Admiss conference, Elise Hunchuck editorial, Lorena Juan exhibition, Edna Bonhomme curatorial advisor, Luiza Prado de O. Martins curatorial advisor, Terence Sharpe curatorial advisor
Support
Gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes, Die Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien, Berlin Senat
ZusĂ€tzliche Förderung durch Medienboard Berlin Brandenburg, Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, European Union, Berlin Senatsverwaltung fĂŒr Kultur und Europa
Partner: CTM festival, arts formation, Kunstraum Kreuzberg, silent green, HKW, Goethe Institut, embassy of Canada, Martin Roth Initiative, Aarhus University, University of Limerick, UdK Berlin, CultĂșr Ăireann Culture Ireland, Flanders State of the Art, Akademie der KĂŒnste Berlin, Akademie Schloss Solitude, Depart One, NTS Radio, SHAPE Platform, Neu Start Kultur, Fonds Soziokultur
Media partner: arte, Cashmere Radio, radioeins, Bubblegumclub, CLOT Magazine, Ocula, neural, Le Monde Diplomatique, Kunstforum Inetrnational, berliner fenster, Berlin Art Link, Exberliner, Springerin, museums fernsehen
Support: Koreanisches Kulturzentrum, Arts Council Korea, Instituto Cervantes, Institut Français, OFAJ DFJW, Republique Française, U.S. Mission Germany, Embassy of Ireland, werkleitz, institute of network cultures, Stager, Echoo Konferenz Dolmetschen
Related Programmes
- !Mediengruppe Bitnik
- [Absage] Frank Sweeney
- Aaron Benanav
- Aay Liparoto
- Adam Bobbette
- Aditya Surya Taruna aka Kasimyn
- AgnĂšs Villette
- Ahmed Isamaldin
- Alaa Mansour
- Alexandra (Sasha) Anikina
- Alexis Shotwell
- AM Kanngieser
- AMOQA (Athens Museum of Queer Arts)
- André Lepecki
- Anne Duk Hee Jordan
- Annex
- Antonia HernĂĄndez
- Arad
- Arjun Harrison-Mann and Benjamin Redgrove
- Arjuna Neuman
- Auco
- B Covington Sam-Sumana
- Bad Bitch Link Up
- Bahar Noorizadeh
- BĂĄrbara Wagner + Benjamin de Burca
- Bassam El Baroni
- Bassam Issa Al-Sabah
- Basyma Saad
- Ben Evans James
- Beth Bramich
- Billion Lee
- Bonnie Honig
- Bryan McLeod
- Bucles
- Caroline Bassett
- Cassandra Collective
- Cassie Thornton
- Castillo
- Cemile Sahin
- Che Applewhaite
- Chus MartĂnez
- Cibelle Cavalli Bastos
- Cihad Caner
- Cindy Kaiying Lin
- Clareese Hill
- Cristina Cochior
- Crystelle Vu
- CSNI
- Danah Abdulla
- Danielle Brathwaite-Shirley
- Danielle-Maria Admiss
- DARC
- Dave Tompkins
- Dele Adeyemo
- Denise Ferreira da Silva
- Diane Edwards
- Distributed Cognition Cooperative (Anna Engelhardt, Sasha Shestakova)
- Donal Lally
- Dylan Kerr
- Edna Bonhomme
- Effi & Amir
- Elaine Gan
- Eli Cortiñas
- Elly Clarke
- Elodie Mugrefya
- Elsa BrĂšs
- ĂmĂ©lie Desrochers-Turgeon
- Frances Scott
- Gargi Bhattacharyya
- Gary Zhexi Zhang
- GASH Collective
- Georgina Voss
- Giuseppe Torre
- Glacier Kwong
- GOVERNANCE
- Haig Aivazian
- Hanna GrzeĆkiewicz
- Helen Pritchard
- Hortensia Völckers
- Ibiye Camp
- Imani Jacqueline Brown
- Jack Halberstam
- Jason Edward Lewis
- Jennifer Mehigan
- Jennifer Walshe
- Joanna Pope
- Joel Kwong
- Johanna Hedva
- Juan Pablo GarcĂa Sossa
- Kaiya Waerea
- Karyn Recollet
- Katerina Suvorova
- Katharina Nocun
- Kei Kreutler
- Keiken
- Kirsten HaĂ
- KMRU
- Kristina Buch
- Kyveli Mavrokordopoulou
- Lamin Fofana
- Larry Achiampong
- Laura Cugusi
- Laura Lotti
- Laura Yuile
- Lee Tzu Tung (æçŽ« ćœ€)
- Lého Galibert-Laßné
- Liliana Zeic
- Lo-Def Film Factory
- Logistical (B)orders
- Lorena Juan
- Luiza Prado de O. Martins
- Madison Bycroft
- Magda TyĆŒlik-Carver
- Malthe Stavning Erslev
- Marco De Mutiis
- Margarida Mendes
- Maria Christoforidou
- Mariam Mekiwi
- Mary Maggic
- Maud Craigie
- Max Haiven
- MELT
- MengXuan Sun
- Méryll Ampe
- micha cĂĄrdenas
- Michelle Doyle
- Mihaela Brebenel
- Mimi á»nỄá»ha
- Moldiyar Yergebekov
- Natasha Tontey
- Nazanin Noori
- Nicole LâHuillier
- Nishant Shah
- Nora Al-Badri
- NĂłra Ă MurchĂș
- not working group
- Nothing Happening Here
- Off World
- OlĂșfáșčÌmi O. TĂĄĂwĂČ
- One Research Collective
- Ozayr Saloojee
- p. staff
- Paavo JĂ€rvensivu
- Paolo Gerbaudo
- Parrr Geng
- Patricia DomĂnguez
- Paul Bailey
- Paul Guillibert
- Pete Jiadong Qiang
- Phanuel Antwi
- Rachel Falconer
- Rachel O'Dwyer
- Rebecca Smith
- Rhea Storr
- Robert Gerard Pietrusko
- Robert Logan
- Romi Morrison & Mimi Onuoha
- Romi Ron Morrison
- Ruben van de Ven
- Ruini Shi
- Sabine Gruffat
- Sahej Rahal
- Salvatore Arancio
- Sam Tam Ham
- Samia Henni
- Samir Bhowmik
- Santa France
- Sarah Grant
- Sarvenaz Mostofey
- Sasha Litvintseva & Beny Wagner
- Seeta Peña GangadharanÂ
- Shannon Mattern
- Sheung Yiu
- Simone C Niquille
- Sofia Caesar
- Solveig Suess
- Sophie Mars
- Stine Deja
- Stine Hebert
- Suji Yan
- Sung Tieu
- Tali Liberman
- Tatjana Söding
- Terence Sharpe
- Thandi Loewenson
- The Mycological Twist
- The Re:Source Project
- The Underground Division
- Tianzhuo Chen
- Tiara Roxanne
- Timothée Parrique
- Tom Richards
- Tomomi Adachi
- Trakal
- Vaimaila Urale
- VĂtor Blanco-FernĂĄndez
- Xenia Chiaramonte
- Xiaowei R. Wang
- Yang Ah Ham
- Zoe Todd








