Press Release
Announcing 2027 Exhibition Curator

Wir freuen uns, Antonina Stebur als Kuratorin der Ausstellung der transmediale 2027, dem Jahr ihres 40-jährigen Bestehens, bekannt zu geben. Stebur wurde durch ein offenes Bewerbungsverfahren ausgewählt. Ihr Konzept überzeugte dabei mit einer klaren Vision, die sich aus einer Vielzahl von Einreichungen hervorhob.

Meine kuratorische und forschende Praxis untersucht, wie Infrastrukturen digital, sozial oder emotional Macht, Ausschluss und fragile Solidaritäten formen, zugleich aber Räume für kollektive Vorstellungskraft eröffnen. Für transmediale 2027 möchte ich eine Ausstellung realisieren, die das 40-jährige Bestehen des Festivals anhand der Methodik von Ruinen als Infrastruktur betrachtet. Anstatt Errungenschaften zu feiern, verweilt diese Methodik zunächst in den Zusammenbrüchen und nimmt die Militarisierung unserer alltäglichen Systeme unter die Lupe. Ich möchte transmediale selbst als Infrastruktur neu denken – nicht nur als Ort der Repräsentation, sondern als Rahmen für die Vorstellungskraft jener Zukünfte, die wir dringend benötigen.
— Antonina Stebur

    Antonina Stebur ist Kuratorin und Wissenschaftlerin, die zeitgenössische Kunst als Werkzeug für infrastrukturelle und politische Imagination erforscht. Sie ist Chefredakteurin des AWC Journals und Gründerin von Mycelium [Грыбнiца], einem dekolonialen Forschungslabor. Zu ihren jüngsten Projekten gehören What Are Our Collective Dreams? (2025, Warschau), If Disrupted, It Becomes Tangible (2023, Vilnius) und Sense of Safety (2024, Charkiw). Sie war Mitorganisatorin der Konferenz Feeling Machines: Gender, Technologies, and Capitals und arbeitete u. a. mit der documenta 15, Manifesta 14, dem ZKM und dem Theatertreffen Berlin.

    Aus einer starken Shortlist von Kandidat:innen ausgewählt, überzeugte Antonina Steburs Konzept für die Ausstellung 2027 durch die Verbindung der Geschichte von transmediale und den parallelen Entwicklungen seit den späten 1980er Jahren mit den aktuellen geopolitischen und zeitgenössischen Konflikten. Der Beirat sah besonderes Potenzial darin, wie die zentrale Ideen von Scheitern und Infrastruktur sowie Ruinen und Glitches mit der urbanen Geschichte Berlins verknüpft werden und so das Festival in einen erweiterten Kontext stellen. Das Ausstellungskonzept greift die Kernthemen der transmediale auf – die kritische Auseinandersetzung mit unserer durch Technologie geformten Realität, aktivistische Praxis sowie die Wechselbeziehung von Technologie und Politik – und ergänzt sie durch eine mutige, imaginative Dimension, die uns dazu einlädt, unsere „utopischen Muskeln“ zu trainieren.

    Die Ausstellung der transmediale 2027 wird parallel zum Festival Ende Januar 2027 in der Akademie der Künste Berlin (Hanseatenweg) eröffnen und etwa sechs Wochen lang zu sehen sein. Mit der Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Festivals etabliert transmediale einen nachhaltigeren Rhythmus mit einer großen Ausstellung alle zwei Jahre.

    Der Open Call für die Kuration des transmediale Festivals 2027 wird in Kürze veröffentlicht.

    Bildnachweis
    Bild mit freundlicher Genehmigung von Antonina Stebur, Foto von Violetta Savchits

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    Über transmediale

    transmediale ist ein jährliches Festival und ein kritischer Raum für die Entwicklung neuer experimenteller Ansätze in Kunst und digitaler Kultur. Über das jährliche Ereignis hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform, die ganzjährig Aktivitäten ermöglicht, darunter ein Residency Programm und das Journal. Jede Festivalausgabe konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema im Spektrum von Kunst und digitaler Kultur, das sich in einer Vielzahl von Programmen wie Ausstellungen, Diskursformaten, Performances, Screenings und Workshops widerspiegelt.

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