Das Festival mit dem diesjährigen Titel groundstates präsentiert ein Diskurs- und Performanceprogramm, das eine Reihe von Zugängen zu alternativen technologischen Zukünften auslotet. Indem groundstates verkörperte Reflexion in Fragen einbringt, die sich der Analyse und Kritik widersetzen, bewahrt es das menschliche Maß in der Technologie, um neue Formen kollektiver Verantwortung hervorzubringen. Es richtet den Blick auf die unterirdischen Ströme der Imagination, die die kollektiven Geschichten, Kaninchenbauten und Spekulationen der Communities bilden, die halb im Schatten liegende Welten bevölkern. Es geht darum, wie sie sich autonome Räume erschließen und gemeinsame Sprachen artikulieren, um sich zu organisieren, Widerstand zu leisten und anders zu leben.

groundstates beschreiben den Moment niedrigster Energie, bevor ein Netzwerk aktiviert wird. Es ist ein Ruhezustand vor der Eruption, in dem die Imagination ihren Höhepunkt erreicht und sich im Hintergrund ein Gefühl von Möglichkeit sammelt.
groundstates beschreiben den Moment niedrigster Energie, bevor ein Netzwerk aktiviert wird. Es ist ein Ruhezustand vor der Eruption, in dem die Imagination ihren Höhepunkt erreicht und sich im Hintergrund ein Gefühl von Möglichkeit sammelt.
Das diesjährige Festival zeigt drei Keynote-Gespräche, in denen Denker:innen diesen Moment des Fließens artikulieren: Sie untersuchen die politischen Dimensionen von Informationstechnologien, schlagen alternative Governance-Modelle vor und spekulieren über die dunkelsten Potentiale von Infrastruktur. Diese Keynotes bilden einen Hintergrund, vor dem das Diskursprogramm reagieren kann.
Zu den Keynote-Teilnehmenden gehören: Marek Poliks & Roberto Alonso Trillo , Hito Steyerl , Primavera De Fillipi , Ryan Bishop .
Im Vorlauf des Festivals führen die Lattice Labs einen prozessorientierten Ansatz für kollektives Lernen und die Verbreitung von Wissen ein. Die Labs sind eine Reihe experimenteller Arbeitsgruppen, die sich dem Umdenken und Erproben von Alternativen zu technologischen Monokulturen der Extraktion und Überwachung widmen. In den Monaten vor dem Festival bringen sie Künstler:innen und Forscher:innen für anhaltende Zyklen kritischer Diskussion und gemeinschaftlichen Schaffens zusammen und fungieren so als Infrastrukturen für kollektive Untersuchung.
Playful Misuse (of everyday software) Lab

Solidarity Economies Lab

Reclaiming the Interface Lab

Zu ihrem 40 Jubiläum präsentiert die transmediale RFC 40 ein Festival und eine Ausstellung. Kuratiert von Antonina Stebur und unter dem Titel fragile currents , ist die Ausstellung vom 27 Januar bis 7 März 2027 in der Akademie der Künste (Hanseatenweg) zu sehen. Das Festival groundstates wird von Barbara Cueto kuratiert und findet in der letzten Januarwoche 2027 im silent green Kulturquartier statt.