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Announcing titles and theme of transmediale 2027 🔥

Mit den wärmer werdenden Tagen auf dieser Seite der Welt haben wir einiges mitzuteilen. Wir freuen uns, die Titel und den thematischen Rahmen von transmediale 2027 ankündigen zu können. Die 40. Jubiläumsausgabe präsentiert eine Ausstellung sowie ein diskursives und performatives Programm über vier Tage 💥

Mi, 27. Jan Ausstellungseröffnung in der Akademie der Künste
28. Jan – 7. März Ausstellung in der Akademie der Künste
Do, 28. Jan Festivaleröffnung im silent green Kulturquartier
29. Jan – 31. Jan Festivaltage im silent green Kulturquartier

transmediale RFC 40
groundstates & fragile currents

RFC 40 ist ein Dokument aus den Anfängen der Geschichte des Internets. Das 40 seiner Art in einer Reihe von technischen Spezifikationen, Protokollen und Ereignissen, die die Funktionsweise des heutigen Internets mitgeprägt haben. Der Name RFC wurde gewählt, um jede Determiniertheit zu vermeiden: Request for Comments erhob keinen Anspruch auf Endgültigkeit. Vielmehr wurde so hervorgehoben, dass keine einzelne Perspektive das vollständige Bild überblicken kann und dass sich jedes Protokoll nur durch kollektive Rückmeldung und Revision stabilisiert. Diese Textdokumente waren bewusst als offene Entwürfe angelegt, die Widerspruch als Bedingung des Fortschritts einluden. Wie bleibt ein Netzwerk integer, während Dinge auseinanderfallen? Das sind die Fragen, mit denen RFC 40 rang; Fragen, die gewissermaßen ungelöst und aktuell geblieben sind. Das im März 1970 veröffentlichte RFC 40 trug den sonoren Titel more comments on the forthcoming protocol und bildet den Ausgangspunkt der Jubiläumsausgabe von transmediale in 2027

Über vier Jahrzehnte baute die transmediale ein Netzwerk von Künstler:innen, Forscher:innen und Praktiker:innen auf, die an den Rändern der dominanten Technologiekultur arbeiten und Formen des Austauschs, der Wissensproduktion und der kollektiven Vorstellungskraft aufrechterhalten, die unsere durch Technologie vermittelten Gegenwart auf andere Weise gestalten. transmediale RFC 40 präsentiert das Festivalprogramm unter dem Titel groundstates im silent green Kulturquartier, kuratiert von Barbara Cueto, sowie fragile currents, eine Ausstellung in der Akademie der Künste (Hanseatenweg), die von Antonina Stebur kuratiert wird und bis März zu sehen ist.

Festival: groundstates
28.–31. Januar 2027

Unter dem Titel groundstates entfaltet sich das Festival als dezentralisiertes System, das von einer Vielzahl von Internets ausgeht und der Erwartung eines singulären technologischen Zukunftsnarrativs widersteht. Den Kern des Festivals bildet ein diskursives und performatives Programm über vier Tage, das eine Bandbreite von Ansätzen für alternative technologische Zukünfte erkundet. groundstates nimmt den menschlichen Maßstab von Technologie zum Ausgangspunkt, um neue Formen der kollektiven Verantwortung im Umgang mit Technologie hervorzubringen. Das Festival wird von Barbara Cueto kuratiert.

Ausstellung: fragile currents
28 Jan. – 7 März 2027

Politische und technologische Realitäten sind heute infrastrukturell verschränkt und offenbaren globale Netze von Abhängigkeiten, Asymmetrien und ungleichen Positionen. Die Ausstellung präsentiert eine Reihe von Installationen und organisiert sich um ein lebendiges Zentrum: eine agoraartige Installation, die Raum hält für ein Begleitprogramm, das gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt wird. Diese sind in Kontexten situiert, die von Extraktivismus, technologischer Abhängigkeit und infrastruktureller Fragilität geprägt sind, darunter Griechenland, die Ukraine, Kasachstan und Chile. fragile currents arbeitet mit Ruinen als Methode im Sinne von Überresten, die zeigen, was war und was noch wirkt. Infrastruktureller Zusammenbruch erscheint so nicht als Kollaps, sondern als Bedingung, aus der andere Organisationsformen entstehen können. Die Ausstellung wird von Antonina Stebur kuratiert.

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