festival programm

transmediale 2025

vor dem festivalwochenende

Als Prolog zum Festivalwochenende wird es ein zweitĂ€giges Workshopprogramm im silent green geben (29 – 30 Jan), darunter Open-Source-Recherchen zu Themen wie der Gestaltung somatischer Erfahrungen, dem Monitoring von Protestaktionen aus der Ferne und dem VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wie Bilder zu Beweismitteln werden. Die diesjĂ€hrige Marshall McLuhan Lecture wird von Cait McKinney in der Botschaft von Kanada gehalten. Die interaktive Installation und Cyberperformance Purgatory EDIT von Ali Akbar Mehta ist ab dem 9. Januar im transmediale studio zu sehen.

Festival Weekend

31 Jan – 2 Feb, HKW

Der Frage nachgehend, wie wie Algorithmen unser menschliches BedĂŒrfnis nach Verbindung (ver)formen, entfaltet sich das Festival ĂŒber das Wochenende hinweg, indem es die Beziehung zwischen NĂ€he und Vertrautheit in einer Reihe von VortrĂ€gen, Performances, Screenings und GesprĂ€chen destabilisiert.

discourse

From rehearsals of trans*crip technoscientific technologies that will expand our definitions of technologies to what it means to learn and share the skills needed to document police abuse at protests with image and video analysis and other open-source research methods: strands and threads from the festival’s prologue of workshops are woven throughout the programme, emerging most clearly in discussion connecting participants – who have led workshops, delivered lectures, screened films, or headlined performances across the festival sites of silent green and HKW – as they meet in unmediated conversations, a format that digresses from the formality of the familiar panel or a moderated Q&A.

Contributions by artists, activists, and thinkers including Olga Goriunova, Laura Kurgan, Nelly Y. Pinkrah, Federico Campagna, Shaka McGlotten, Ranjodh Singh Dhaliwal, Mercedes Bunz, DeForrest Brown Jr., Cait McKinney, Alex Martinis Roe, Lindsey A. Freeman, David Isaac Hecht, Anna Engelhardt, Thomas Keenan, and Ren Loren Britton.

film

Jedes der kuratierten Kurzfilmprogramme widmet sich thematischen Verwicklungen von (near) near but — far. Ein Programm entfremdet uns vom Begriff der Distanz und von den gĂ€ngigen Vorstellungen, die sie als eine Form der Entfernung oder des RĂŒckzugs betrachten. Stattdessen regen die Filme in diesem Programm dazu an, Distanz als den Raum zwischen verschiedenen Perspektiven zu verstehen, den wir durchqueren, um voneinander zu lernen und zu einer neuen QualitĂ€t von Vertrautheit zu gelangen. In einer weiteren Filmreihe wird hinterfragt, wie die IntimitĂ€ten menschlicher Bewegungen im Tanz durch digitale Plattformen kommerzialisiert wurden. Die Filme erkunden, wie die Technologie des bewegten Körpers algorithmische Kontrollmechanismen hacken, beugen und verweigern kann.

Mit Arbeiten u.a. von 2girls1comp, Alex Martinis Roe und Alexandra Juhasz, Aaron Ratajczyk, Basir Mahmood, Bhenji Ra, Johannes Binotto, Charlotte Zhang, 업ìČŽeobchae, Hana Yoo, LĂ©ho Galibert- LaĂźnĂ©, Maud Craigie, Nina Davies, Simon Ripoll-Hurier.

Basir Mahmood, moon-sighting

performances

Geleitet von Lindsey A. Freeman, ein reading-stretching-running Club wird sich durch Berlin bewegen und eine Linie von der McLuhan-Lecture bis zu den Abschlussstunden des Wochenendes ziehen.

Basierend auf Samra Mayanjas Erfahrung als Callcenter-Mitarbeiterin, greift die Performance DEAD DAD DEATH CULT die Spannung zwischen unfreiwilligen Formen institutioneller Eingeschlossenheit (wie GefÀngnisse) und unserem freiwilligen Wunsch, uns in Institutionen zu begeben, auf. Mayanjas das kontinuierliche Aufbringen von Empathie in einer (dis)lokalisierten Position am Ende einer Helpline.

UNTITLED (iii) ist eine Performance von Bhenji Ra, Tati au Miel und SUUTOO, die Trickserei als widerstĂ€ndige Praxis und als Katalysator fĂŒr verkörperte Emanzipation untersucht. Durch die ritualisierte Mythenbildung spielen sie mit Sichtbarkeit, Schatten und Voyeurismus und fĂŒhren das Publikum in ZustĂ€nde verĂ€nderter RealitĂ€ten und Dunkelheit.

Die Performerin Nina Davies und das KĂŒnstler:innenduo 2girls1comp kollaborieren in einer neuen Performance, die von der Verbreitung von NPC-Tanztrends auf TikTok inspiriert ist und diese Trends in die Spielwelt von GTA V zurĂŒckfĂŒhrt.

2girls1comp, Dancing Plague

Installation

KĂŒnstler:innen, deren Arbeiten die Destabilisierung von NĂ€he und Vertrautheit materialisieren, bespielen die öffentlichen RĂ€ume des HKW. Diese Installationen werden periodisch durch Performances, PrĂ€sentationen, GesprĂ€che und Screenings aktiviert.

Beeinflusst von der Schwierigkeit autonomer Fahrzeuge, blinkende Lichter von Einsatzfahrzeugen zu erkennen, untersucht Felicity Hammonds Dark Adaptation die Grenzen dessen, was autonome Fahrzeuge „sehen“ können.

Seit Mai 2024 hat Nordkorea Tausende von Ballons mit Paketen voller Abfall – darunter HelloKitty-Merchandise, Elektroschrott, Zigarettenstummel und Erde mit Spuren von menschlichen FĂ€kalien – ĂŒber die Grenze zur Republik Korea geschickt. WĂ€hrend Politiker:innen in Seoul die Ballons als KriegserklĂ€rung bezeichnen, verwendet Hana Yoo in ihrer Installation die spielerische Form des Ballons, um die AmbiguitĂ€t des Mediums und seiner Botschaft zu erforschen.

Hana Yoo, Acts of Proximity #1