July 2026 â January 2027
Wie können Interfaces als RĂ€ume der Handlungsmacht, Aushandlung und kritischen Reflexion in der Ăra KI-gesteuerter Konversationssysteme zurĂŒckgefordert werden?
Wie können Interfaces als RĂ€ume der Handlungsmacht, Aushandlung und kritischen Reflexion in der Ăra KI-gesteuerter Konversationssysteme zurĂŒckgefordert werden?
Das Lab schlĂ€gt eine Intervention in die fortschreitende Auflösung des Interface vor. Dieser Prozess ist weder neu noch unvermeidlich, doch mit dem Aufstieg KI-gesteuerter Interaktionsmodi hat er eine kritische Schwelle erreicht. Interfaces werden zunehmend unsichtbar gemacht, verdrĂ€ngt durch Konversationssysteme, die ihre eigene Struktur verschleiern und gleichzeitig das Verhalten der Nutzer:innen formen. Der Aufstieg des âAgentic Web" untergrĂ€bt den Gedanken, dass das WWW den Menschen gehören kann, die es gestalten.
Das Lab fasst das Interface nicht als OberflĂ€che, sondern als Grenzraum auf: als einen Ort, an dem Nutzer:innen Handlungsmacht ausĂŒben, Bedeutung aushandeln und auf die Grenzen von Systemen stoĂen. Sein Verschwinden ist daher nicht nur Ă€sthetisch, sondern politisch. Wenn Interfaces sich auflösen, schwindet auch das Bewusstsein der Nutzer:innen dafĂŒr, wie Systeme funktionieren â und wir werden von aktiven Teilnehmenden zu passiven Konsument:innen.
Durch historische Untersuchung und spekulatives Schaffen betrachtet das Lab das Interface neu als inszenierte Performance â von frĂŒhen grafischen Systemen bis hin zu konversationellen Paradigmen. Teilnehmende untersuchen kritisch, wie Unsichtbarkeit als Kontrolle funktioniert, und erkunden Alternativen, die der Reduktion von Interaktion auf bloĂe âAnfragen" widerstehen.
Das Lab lĂ€dt zur Entwicklung von Prototypen, Gesten und Fiktionen ein, die das Interface als Raum der Imagination, Aushandlung und Handlungsmacht gegenĂŒber kĂŒnstlichen Systemen zurĂŒckfordern.
