coExistence
Artistic Residency Programme
2026–2027
in Kooperation mit HEK und Pleamar, gefördert von Pro Helvetia

coExistence – Encounters between Human and Synthetic Agents ist ein internationales Artistic Residency Programme, entwickelt in Kooperation zwischen HEK (Haus der Elektronischen Künste, Basel, Schweiz), Pleamar (Mar del Plata, Argentinien) und der transmediale, gefördert von Pro Helvetia. Das Projekt entwirft einen Raum für kreative Forschung und künstlerische Produktion, der mögliche Formen der Koexistenz zwischen menschlichen Systemen, technologischen Infrastrukturen und sensiblen Umgebungen erkundet. Es lädt zur Entwicklung spekulativer Narrative über zukünftige Welten ein und reflektiert dabei sowohl die Spannungen als auch die Verbindungen, die in neuen Formen der Koexistenz mit unserer Umgebung entstehen.

coExistence

An der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft versucht das Programm, synthetische Welten als Räume für Empathie, Dialog und wechselseitige Erfindung neu zu denken. Es fragt, wie Künstler:innen und Forscher:innen gemeinsam mit Maschinen, Artefakten, Bots und anderen Formen künstlicher Intelligenz Möglichkeiten für Vertrauen, Neugier und geteilte Handlungsmacht eröffnen können. Durch eine Reihe von Residencies und neue Auftragswerke zielt das Programm darauf ab, drei Originalwerke zu schaffen, die die Grenzen menschlich-synthetischer Koexistenz ausloten.

Das Projekt bietet drei Künstler:innen die Möglichkeit, ein neues Werk zu produzieren und eine Residency in einer der Partnerinstitutionen zu absolvieren. Die Praktiken der drei ausgewählten Residents, die über verschiedene Disziplinen und Geographien hinweg arbeiten, untersuchen, wie technologische Systeme Wahrnehmung, Infrastrukturen und die Art und Weise beeinflussen, wie wir Wirklichkeit imaginieren und konstruieren.

Laura Benech, Symbiosis, Oceanía del Polonio, Uruguay, 2024

▫️Laura Benech (transmediale) arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Technologie mit digitalen Medien und Installation und erkundet entstehende Ökologien zwischen Code, materiellen Prozessen und technologischen Infrastrukturen.

▫️Laura Cugusi (Pleamar) erkundet Medienökologien und die institutionellen Rahmenbedingungen, die zeitgenössische Zukunftsvorstellungen an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie prägen.

▫️Simone C. Niquille (HEK) untersucht Bildgebungstechnologien und computergestützte Imaging-Systeme und fragt danach, wie maschinelle Wahrnehmung Bilder erzeugt und Repräsentationen von Wirklichkeit konstruiert.

Partner

Das HEK (Haus der Elektronischen Künste) in Basel widmet sich der digitalen Kultur und den neuen Kunstformen des Informationszeitalters. Seit 2011 steht die Institution im Zentrum des kreativen und kritischen Diskurses über die ästhetischen, soziopolitischen und ökonomischen Auswirkungen von Medientechnologien. Als Plattform für zeitgenössische Kunst, die neue Technologien erforscht und einsetzt, fördert das HEK ästhetische Praktiken im Zusammenhang mit Informationstechnologien.

Pleamar ist ein Kollektiv von Künstler:innen und Fachleuten aus den Bereichen Musik und elektronische Künste, gegründet 2019. Von seinem Standort im Museo Provincial de Arte Contemporáneo MAR in Mar del Plata aus organisiert es ein Programm, das den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft und Technologie gewidmet ist – darunter audiovisuelle Performances, Ausstellungen, immersive Erfahrungen, Workshops und Vorträge.

Credits

coExistence ist ein Projekt von transmediale, HEK und Pleamar, mit Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia im Rahmen des Synergies Programme. Grafik: Bárbara Acevedo Strange.