Press Release
transmediale 2026: Thema und Methodologie

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By the Mango Belt & Tamarind Road: Compassing, Protocoling, Metaphoring
transmediale 2026: 28. Januar – 1. Februar 2026
silent green Kulturquartier und weitere Venues in Berlin

Unter dem Titel By the Mango Belt & Tamarind Road – Compassing, Protocoling, Metaphoring findet die 39. Ausgabe des transmediale Festivals vom 29. Januar bis 1. Februar 2026 in Berlin statt. Hauptveranstaltungsort ist das silent green Kulturquartier, weitere Satellitenorte in der Stadt werden noch bekannt gegeben.

Kuratiert von Neema Githere und Juan Pablo GarcĂ­a Sossa widmet sich die transmediale 2026 unterschiedlichen AnsĂ€tzen, um Systeme, Kosmologien und Technologien zu verstehen. Das Festival ist konzipiert als lebendiges, rekursives TrĂ€gernetz – eine HĂ€ngematte relationaler Technologien in Praxis, die sich ĂŒber Breitengrade, Rhythmen und Wurzelsysteme hinweg spannt. Damit eröffnet es sowohl eine geografische als auch eine theoretische Verschiebung im Diskurs ĂŒber Technologie und Medien, auf dem unser heutiges VerstĂ€ndnis des Internets als weltweites Netz basiert. Über die Form eines Konferenzprogramms und die PrĂ€sentation abgeschlossener Arbeiten hinaus schaffen die Festivaltage in Berlin einen gemeinschaftlich gestalteten Raum, in dem die entlang der Ă€quatorumspannenden intertropischen Konvergenzzone entwickelten Protokolle erfahrbar gemacht und geteilt werden.

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Die imaginĂ€ren Koordinaten By the Mango Belt & Tamarind Road verorten sich im tropischen GĂŒrtel. In Anspielung auf Chinas One Belt One Road-Initiative, die sich oft als Alternative fĂŒr Entwicklung und Infrastruktur prĂ€sentiert, dabei jedoch Ă€hnliche AbhĂ€ngigkeitsmodelle und VertikalitĂ€ten fortschreibt, untersucht das Festival die zugrunde liegenden Strukturen, die unsere Systeme sowohl materiell als auch sinnbildlich prĂ€gen. Welche anderen Arten des Sich-Miteinander-Verbindens sind möglich? Wie können wir die Root-Codes unserer Systeme neu verdrahten und unsere Verhaltensweisen entsprechend ausrichten? Welche Formen der Bereitstellung von und FĂŒrsorge fĂŒr Infrastrukturen können entstehen, wenn wir extraktive Paradigmen hinter uns lassen?

Wir vergessen, dass die Menschen schon vor Jahrtausenden mit einer anderen Art von Technologie in BerĂŒhrung waren – nicht-kartesische, nicht-newtonsche Technologien, die uns von Punkt A nach Punkt B bringen konnten, ohne Auswirkungen fĂŒr die Umwelt. Irgendwie fehlt es uns im Westen an Vorstellungskraft, die Möglichkeit eines parallelen technologischen Pfades in Betracht zu ziehen, der keine Krankheiten, keine Verschmutzung und kein Aussterben von Arten verursacht.
— Malidoma SomĂ©

Die Methodologie der transmediale 2026 orientiert sich an den Prinzipien Compassing (sich verorten), Metaphoring (Bilder weben) und Protocoling (Verfahrensweisen schreiben). Im Mittelpunkt steht ein prozessorientierter Austausch und ein VerstĂ€ndnis von Technologie als verbindendes Element und intergenerationelles Netzwerk, als kontinuierliche Transformation, die Vergangenheiten und ZukĂŒnfte zugleich umfasst und miteinander verknĂŒpft. Entsprechend ist das Festival als flexibles, vielschichtiges Ökosystem konzipiert, in dem Teilnehmende gemeinsam Visionen entwickeln, navigieren und mit Infrastrukturen experimentieren. Die Basis des Festivals bilden die Research Netting Groups, die den kuratorischen Prozess begleiten und die Zusammenkunft in Berlin in Form von Installationen, Klangexperimenten und multi-spezifischen Versammlungen gestalten. Diese Gruppen operieren in verteilten IRL- und URL-Formaten, die in Zusammenarbeit mit lokalen Hosts – KĂŒnstler:innen, Technolog:innen, Kollektiven und kulturellen Einrichtungen – entlang des Mango Belt & Tamarind Road entwickelt werden. Die Research Netting Groups sind in Pasifika, an der Swahili-KĂŒste, in SĂŒdostasien und Abya Yala sowie online verortet. So entstehen verteilte Knotenpunkte fĂŒr Zusammenarbeit und Austausch, die ĂŒber das Festival 2026 hinaus Bestand haben werden.

Die neue visuelle IdentitÀt der transmediale 2026 ist ab sofort online. Das vollstÀndige kuratorische Statement findet sich auf der Theme-Seite der Festival-Website.

Weitere ProgrammankĂŒndigungen, darunter Informationen zu Festivalorten und Kooperationen, folgen im November.

Leslee Goodman, ‘Between Two Worlds: Malidoma SomĂ© on Rites of Passage’, The Sun Magazine, July 2010

Über transmediale

transmediale ist ein jĂ€hrliches Festival und ein kritischer Raum fĂŒr die Entwicklung neuer experimenteller AnsĂ€tze in Kunst und digitaler Kultur. Über das jĂ€hrliche Ereignis hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform, die ganzjĂ€hrig AktivitĂ€ten ermöglicht, darunter ein Residency Programm und das Journal. Jede Festivalausgabe konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema im Spektrum von Kunst und digitaler Kultur, das sich in einer Vielzahl von Programmen wie Ausstellungen, Diskursformaten, Performances, Screenings und Workshops widerspiegelt.

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