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Essay
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The Eternal Network
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Jen Theodor and Johanna Bruckner
Molekulare Geschlechter und polymorphe Empfindsamkeit
Johanna Bruckner’s text is a speculative proposal for new types of interspecies sexuality and subjectivity that could take us beyond oppressive binaries, based on her work Molecular Sex which is featured in the transmediale 2020 group exhibition The Eternal Network at Haus der Kulturen der Welt. Just as quantum computing promises a world of networks in which ones and zeroes simultaneously coexist with one another, Bruckner’s artwork describes a fictive future sexbot that is seemingly able to freely mutate from one state of being to another. Taking its cue from a sea creature called the “brittle star,” this bot is a portrait of social, technological, and bio-chemical entanglements, as they exist in (non)human networks, after the impact of phenomena such as micro-plastics. Following the writings of Karen Barad, the project asks how the molecularization and indeterminacy of being, today, might inform queer and hybrid futures better tooled to deal with current technological, political and ecological changes.

PalĂ€ontolog*innen wĂŒrden die gegenwĂ€rtige Zeit vielleicht als Ergebnis eines gescheiterten Experiments mit Sex verstehen.⁠1 Dieser Text schlĂ€gt vor, aktuelle Konzepte zur Molekularisierung des Körpers in einer möglichen Umverteilung der Empfindsamkeit zu lesen. Die MobilitĂ€t von Begehren und Wissen als Kapital, die Ausdehnung globaler Lieferketten, logistischer Datenverarbeitung, weltweiter Share-Ökonomien sowie Transformationen in Ökosystemen haben alle Auswirkungen auf menschliche Beziehungen im Rahmen der politischen Gestaltung der Welt. Diese neuen ökonomischen und gesellschaftlichen Ordnungen haben weitgehend von Fortschritten in der Molekularforschung, Hormon- und Libidinalbiologie, Virologie und von Sex/Design profitiert. Sie werten den menschlichen Körper – den molekularen Körper – auf und nutzen ihn als biochemisches und geopolitisches Material. Algorithmen dringen zunehmend in die Mikro- und Nanostrukturen unserer physischen, kĂŒnstlichen und geschlechtlichen Körper ein, um DatensĂ€tze fĂŒr die weitere wirtschaftliche und politische Anwendung zu erlangen. Zum Beispiel wird biologisches Material genutzt, um die genetische Manipulation von Geschlecht und StaatsbĂŒrgerschaft zu erkunden. Software und Forschung zur Herstellung von Genen ermöglichen die Kodierung biologischer Materialien und bilden eine Grundlage fĂŒr die Erfindung neuer physischer und kĂŒnstlicher Körper sowie die mögliche Performanz ihrer SexualitĂ€ten. Die Vorstellung von Geschlecht ist eine des sexuellen Entwurfs – von Sex als Gestaltung. Des Weiteren formen Nanotechnologien und kĂŒnstliche Intelligenz die menschliche Erfahrung des VergnĂŒgens durch technische und biomedizinische Eingriffe, wie Roboter, die als Erotik-Partner fungieren, oder durch pharmazeutische Versuche, in denen GefĂŒhle in ein technisch-sensorisches Produkt umgewandelt werden. Biologische Substanz wird in fließende Informationsnetzwerke ĂŒbertragen und eröffnet neue SphĂ€ren des intellektuellen und molekularen Eigentums. Die chemischen Industrien haben die Begehren von Körpern in einem Ensemble sozialer Beziehungen verortet, in denen die libidinale Ökonomie dem Geschlechterentwurf des Biokapitalismus dient. In der „pharmapornographischen“ Ära verschmelzen Kapitalismus, Pornographie und Pharmaindustrie und bilden eine Kontrollgesellschaft, die infiltriert, penetriert und mutiert und unsere Begehren manipuliert – von der Ebene der Hormone bis zu allgegenwĂ€rtigen Medienbildern und Risikotechnologien.⁠2 In zeitgenössischen Ă€sthetischen Ökonomien wird VergnĂŒgen zunehmend als fragiles und virtuelles Gefilde erfahren. Angesichts dieser technisch-sensorischen Modifizierung menschlichen Empfindens, ist der Körper stets der spekulativen VerĂ€nderung unterworfen.

Wie können diese Szenarien, in denen der Körper in eine chaotische und unvorhersehbare Welt geworfen wird, Situationen von molekular revolutionĂ€rem Potenzial darstellen, die womöglich die Neuordnung der gegenwĂ€rtigen Regimes von Sex/Design gestatten. Könnten sie neue Wege zu einer Mikropolitik der Empfindsamkeit eröffnen? Welche affektiv diffraktierten Zeitlichkeiten sind erforderlich, damit Körper sich jenseits der Grenzziehungen der ReprĂ€sentation orientieren können? Innerhalb welcher körperlicher Konzeptionen können sinnliche und energetische KrĂ€fte in Beziehung zueinander gemeinsam existieren? Forschung zur Molekularisierung der menschlichen und kĂŒnstlichen Existenz wird zu einer ethischen und politischen Angelegenheit. Fortschritte in der molekularen Forschung bieten einen Rahmen zur Neujustierung unserer verschrĂ€nkten Beziehungen mit der empfindsamen Welt um uns. Durch die andauernde Beugung von und Bewegung unter und zwischen Mensch, Tier, Technologie, Sex und AtmosphĂ€re formt das Molekulare eine Welt jenseits des Greifbaren. Es verschiebt die Grenzen des menschlichen Sensoriums und erfindet technologische Prothesen, die nun die FĂ€higkeit haben, empfindsame Beziehungen und die Muster, mit denen Subjekte die Welt verstehen, durcheinanderzubringen, neuzugestalten und umzuverteilen.

I.

Eingangs werde ich kurz aus Perspektive der Arbeit ĂŒber das Molekulare nachdenken, da es in der Dialektik zwischen Akkumulation und Elend spezifische Autonomien konstituiert, die ich spĂ€ter im Licht von Karen Barads Werk genauer betrachte. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts, entfernte sich das Konzept der Arbeit vom fordistischen Ethos der Produktion und orientierte sich an globalen Informations- und Finanznetzwerken sowie an Bereichen des Begehrens. Durch die folgende wirtschaftliche Neuorganisierung von Arbeit erhielten nun kognitive Arbeiter*innen ihren Wert in der semiotischen Produktion von Bedeutung. Viele ArbeitsplĂ€tze wurden flexibler und waren nicht mehr auf die Fabrik beschrĂ€nkt. Von der Auflösung der Grenzen zwischen Arbeit, Leben und Freizeit angeregt, fĂŒhrte die neoliberale Bestimmung ĂŒber Ă€sthetische Werte zur Bewertung von Begehren als Semiotik. Heutige post-fordistische Regimes der kognitiven Arbeit hĂ€ngen von Technologien als Begehrensmaschinen ab, die affektive Erfahrungen als Arbeitssysteme produzieren.⁠3 Betrachten wir diese Begehrensmaschinen in ihren molekularen operationalen Prozessen – als „Mikrophysik des Unbewussten“⁠4 –, erscheinen sie als affektive molekulare Gesamtmengen. AbhĂ€ngig von ihrer kognitiven Arbeit, ihrem viralen Wirt, stimulieren sie die Konstitution gesellschaftlicher GefĂŒge und abstrakter Verbindungen. Wenn wir also den Prozess des Affiziertseins durch Technologie nicht als eine aneignende Strategie, sondern vielmehr als einen metamorphen Virus sehen, dann kann die Maschine sowie unsere Beziehung zu ihr ein katalysierender Motor sein. Wir könnten durch die potenzielle Unbestimmtheit des Affekts von der kapitalistischen Gewinnung und Ausbeutung unserer Begehren loskommen.

II.

Vor diesem Hintergrund der Transformation der Welt durch molekulare Körper und ihre IntimitĂ€ten, zeigt meine Videoinstallation Molecular Sex (2020) einen Sexroboter – zur Befreiung der normativen technisch geleiteten Weltsichten auf Intimbeziehungen. Ich entschied mich fĂŒr die Darstellung eines Sexbots wegen der Parallelen zwischen AusfĂŒhrungen von Queerness und der materiellen Performance von Kunststoff. Mich interessieren die VerknĂŒpfungen zwischen Sex, Plastik und Nicht-Reproduktion. GegenstĂ€nde des sexuellen Begehrens sind chemisch mit eben jenem Kunststoff verbunden, der in seiner molekularen Textur geschlechtliche und sexuelle Indifferenzen ermöglicht. Plastik trĂ€gt seine Queerness in den Sex, indem es sexuelle Reproduktion unterbinden kann. Geschlechtliche Differenz wird sich womöglich als zukunftslos erweisen, da Kunststoff eine Form des Werdens widerspiegelt, die auf technologischem und bakteriellem Zusammenfluss beruht, statt auf der ReproduktionsfĂ€higkeit organischer Wesen.⁠5 Plastik aktualisiert eine queere, technisch-bakterielle Zukunft, da die Textur von Plastik entsprechend der Logik der Streuung und polymorphen Akkumulation funktioniert. Es ist weniger eine Substanz als die Antithese einer Substanz; ein Paradigma, in dem Substanz in eine Seinsweise ohne eine stabile PrĂ€senz oder Bedeutung transformiert wird.⁠6

Die Plastikteile des Sexbots setzen sich aus einer Reihe von Chemikalien zusammen, die in prekĂ€ren vielschichtigen Prozessen, vornehmlich in China, hergestellt werden. ZusĂ€tzlich zu den MolekĂŒlen, die als Plastik bezeichnet werden, werden fĂŒr die Biegsamkeit, Farbe oder HitzebestĂ€ndigkeit Weichmacher hinzugefĂŒgt. Am berĂŒchtigsten ist Bisphenol A (BPA), eine jener Chemikalien, die dafĂŒr verrufen sind, giftig fĂŒr die ReproduktionsfĂ€higkeit zu sein. BPA blockiert die menschliche ReproduktionsfĂ€higkeit durch eine Überaussetzung mit Östrogen sowie durch endokrine Disruptoren (hormonaktive Substanzen), die Hormone im Körper vortĂ€uschen und mit ihren Funktionen interferieren. Das hat manchmal den Effekt, dass das Geschlecht des Körpers, in den die Chemikalie eingedrungen ist, einen queeren Wandel erfĂ€hrt. Solche Chemikalien sind im Allgemeinen nicht wahrnehmbar, können aber drastische Auswirkungen auf unsere Körper und die anderer Arten haben. Zudem hĂ€lt das Mikroplastik – zahlreiche Arten, die langsam aber irreversibel die Umwelt verĂ€ndern – der Welt den Spiegel vor. Komplexen bakterielle Maschenwerke infiltrieren synthetische OberflĂ€chen, reproduzieren und zerstören einander, mutieren und entwickeln sich zu neuen Organismen, die von den Energiequellen abhĂ€ngig sind, die vom Kohlenstoff freigesetzt werden. Die reproduktiven Systeme vieler Wesen ermöglichen es ihnen, ihr Geschlecht zu verĂ€ndern oder sich durch Zellteilung fortzupflanzen. Das menschliche Streben nach fremdartigen, synthetischen VergnĂŒgen gebiert unabsichtlich queere neue Welten.⁠7

Der Sexbot in Molecular Sex fungiert als Prothese, um Körperteile zu trennen und neu zu verbinden, die systematisch in der virtuellen Welt kursieren. Er löst sich in die AtmosphĂ€ren auf, die ihn umgeben, und nutzt diese Körperteile, um ein- und auszuatmen und um mehrere Figuren in dem Video zu aktivieren. WĂ€hrend der Arbeit erlernt der Roboter seine/ihre Existenz als technoides „trans/materiales“ und „tranimalisches“ Wesen⁠8 und verĂ€ndert dadurch die bestehenden Prinzipien des VergnĂŒgens. Zuerst performt er/sie als und mit einem Schlangenstern⁠9 , einem gehirnlosen Tiefseetier, dessen Körper ein formwandelndes optisches und sensorisches System ist. Als zweites performt er als Wolbachia-Bakterium sowie als dessen Wirt. Das Bakterium verzerrt Liebesspiel und Geschlecht, seine KörperflĂŒssigkeiten sammeln sich zu einer Art intelligenter Bombe der zufĂ€lligen Artbildung. Als drittes interagiert er mit intergeschlechtlichen Menschen, da die molekulare Genforschung festgestellt hat, dass die Geschlechtsbestimmung kĂŒnftig eine Vielzahl geschlechtlicher Variationen und Praktiken umfasst, statt einer binĂ€ren Struktur. Die Plastikfigurationen des Sexbots erschaffen durchdringbare Wesen, die nicht wahrnehmbar aber unwiderruflich unsere Umwelt verĂ€ndern.

Lasst uns diese drei Szenarien nĂ€her betrachten. In einem Szenario spielt der Sexbot einen Schlangenstern. Dieser ist ein Körper, dessen Morphologie – und zwar seine ineinander verschlungenen Skelett- und diffusen Nervensysteme – ein Visualisierungssystem bildet, da seine Oberhaut gĂ€nzlich aus Mikrolinsen besteht. Bei diesem Tier ohne Gehirn fallen hier Sein und Wissen, MaterialitĂ€t, IntelligibilitĂ€t, Substanz und Form ineinander. Wenn ein Schlangenstern gefangen zu werden droht, wirft er das bedrohte Körperteil ab und lĂ€sst es nachwachsen. WĂ€hrend dieses Prozesses, regeneriert und autonomisiert er seine Optik und andere Sinnesempfindungen und arbeitet stĂ€ndig seine Geometrie, Topologie und Körpergrenzen um. Bei seiner materiell verfĂŒgten Leiblichkeit, geht es nicht darum, auf spezifische Weise in der Welt situiert zu sein, sondern vielmehr von der Welt zu sein – in all ihrer dynamischen Besonderheit.⁠10

Schlangensternarten zeigen auch eine große Vielfalt in ihrem geschlechtlichen und reproduktiven Verhalten – sei es das Freilaichen oder der Geschlechtsdimorphismus, um nur zwei Beispiele zu nennen. Manche sind mehrgeschlechtlich und befruchten sich selbst, wĂ€hrend andere sich asexuell fortpflanzen, indem sie sich selbst aus zerteilten Körperteilen neu erzeugen oder klonen.⁠11

Schlangensterne sind lebendige Nanotechnologie. Ihre technische und sinnliche Morphologie, die es ihnen ermöglicht, zu atmen und sich selbst zu reparieren, wird nun von Unternehmen als Vorlage genutzt: fĂŒr neue Software- und Rechenfunktionen, fĂŒr EntwĂŒrfe in den Bereichen der Logistik und Lebenswissenschaften sowie fĂŒr Telekommunikation, optische Netzwerke und kĂŒnstliche VergnĂŒgungsmaschinen, die auf chemosensorisches Erfahren abzielen.⁠12 Die Frage ist nun nicht nur, wie diese queeren, nichtmenschlichen Tiere fĂŒr politisch-menschliche und technische Interessen angeeignet werden können, die Lebensformen unbekannter, willkĂŒrlicher Orientierungen Form verleihen; sondern auch, wie unsere Begehren einander wechselseitig konstituieren und gestalten. In dem Video werden die IntimitĂ€ten des Sexbots als Diffraktionsmuster berechnet. Doch jenseits von potenziellen Computersoftwareanwendungen hat unsere Ausrichtung an der Intra-Aktion der Schlangensterne am meisten Bedeutung durch die queere Unterwanderung unseres VerstĂ€ndnisses von und unsere Teilnahme an vernetzten Wirklichkeiten und technologischer Transformation, in der wir uns in Richtung verschrĂ€nkter Formen der wechselseitig wirkenden Partizipation bewegen.

Im zweiten Szenario performt der Bot als Wolbachia-Bakterium und in Beziehung dazu. Diese zĂ€hen Bakterien existieren und lieben auf Weisen, die sich weder vom Klimawandel noch von einem Nuklearkrieg stören lassen. Liebe unter Wolbachia-Bakterien entwickelt sich hĂ€ufig in Form temporĂ€rer BĂŒndnisse und symbiotischer Anhaftungen – Verbindungen, die sich wie ein Rhizom zwischen den verschiedenen Zielkörpern mehrerer Spezies und unabhĂ€ngig von deren Geschlecht einrichten. Die queeren Verwandtschaftspraktiken der Wolbachia evolvieren, indem sie in SchwĂ€rmen aus Vielheiten zu MolekĂŒlen werden, mit Elementen der Körper, die zu anderen werden und sie ĂŒberschreiten. Wolbachia tauschen mit verschiedenen Arten Gene aus, verwischen die Grenzen zwischen Selbst und Anderem. Sie sterilisieren die arglosen Sexualpartner ihrer wirbellosen Wirte und bringen ihnen reproduktive Isolation und die Bedingungen fĂŒr neue Artbildung. Sie können in den Wirtskörpern Geschlechter verĂ€ndern und beispielsweise genetische MĂ€nnchen zu reproduktionsfĂ€higen Weibchen machen, indem sie das Zellplasma der Spermien verĂ€ndern. Die Spermien von Wolbachia-infizierten MĂ€nnchen wird zu einer Waffe – zu dem, was ich oben als ‚intelligente Bombe‘ bezeichnete. Um die Bedingungen ihrer eigenen Artbildung zu versichern, zerstören diese Spermien die Eier von nicht-infizierten Weibchen und fĂŒhren so zu neuen Kreuzungen zufĂ€llig vergeschlechtlichter Wesen. Als mikro-biopolitische Wirkinstanzen bringen diese Bakterien die Körper ihrer Wirte auf einer molekularen Ebene durcheinander. In diesem Kontext haben biomedizinische Initiativen biopolitische Strategien verstĂ€rkt, indem sie potenzielle Mensch-Mikroben-Zusammenarbeiten fĂŒr zukĂŒnftige technologische Anliegen im Feld der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ungleichheiten erkunden.⁠13

In einem weiteren Szenario begegnen die im Video entstehenden Sexbot-Gestaltungen einer intergeschlechtlichen Person. Anstelle von einem einfachen Satz Geschlechtschromosomen – ĂŒblicherweise XX oder XY – gebe es zukĂŒnftig Dutzende von geschlechtsrelevanten Genen. Molekulare Genetik erfordert also voraussichtlich eine Verschiebung vom binĂ€ren Geschlecht zum Quantengeschlecht mit einem Dutzend oder mehr Genen, die alle eine kleine Wahrscheinlichkeit zu weiblicher oder mĂ€nnlicher Vergeschlechtlichung erteilen; deren weitere Entwicklung und Ausgestaltung dann von Mikro- und Makrointeraktionen mit der Umgebung abhĂ€ngen. Die Formen von Geschlechtern und SexualitĂ€ten, die aus dieser Quantenwolke des biologischen und ökologischen Fortschritts hervorgehen können, sind noch spekulativ.⁠14

III.

Um die Körperlichkeit von Technologie, Materie und Begehren besser zu verstehen, die diesem Text zugrunde liegt, möchte ich kurz Karen Barads Untersuchungen der Quantenfeldtheorie in Betracht nehmen. Barad beschreibt die Untrennbarkeit von Welt und Objekt als ‚Intra-Aktion‘ und konzipiert die Wirklichkeit als ein Kontinuum intra-agierender QuantenverschrĂ€nkungen.⁠15 Sie legt nahe, dass Materie durch SelbstberĂŒhrung charakterisiert ist – durch die Interaktion der Teilchen mit dem umgebenden elektromagnetischen Feld, das sie unendlich zerstören und wieder erzeugen.⁠16 BerĂŒhren und Erfahren werden also als das Wesentliche erachtet, was Materie ausmacht. In dieser Hinsicht steht Empfindsamkeit in steter Intra-Aktion mit sich selbst und queert, stört und verhindert Zuneigung und die affektive Maschine. Dieses VerstĂ€ndnis von der Unbestimmtheit der Maschine und vom Selbst als Vielheit ist fĂŒr Barad eine „Superposition“ – eine Intensivierung von Materie jenseits eines Ordnungssystems. Um die Wirkmacht von Materie auf Mikroebene zu verstehen, fĂŒhrt Barad das Konzept der „agentischen Trennbarkeit“ ein.⁠17 Materialien werden in Verbindung mit affektiven KrĂ€ften unterschieden, die Objekt-Mensch-Beziehung wird in einem Prozess der steten Beugung und Brechung aufrechterhalten. Es ist agentische Trennbarkeit, also die agentisch in Kraft gesetzte materielle Bedingung von PhĂ€nomenen, die Materie von innen heraus formt und umformt. In jeder gegebenen Situation gibt es in der Objekt-Mensch-Beziehung Wirkmacht auf der Mikroebene kleinsten Maßstabs, die – wenn sie auf grĂ¶ĂŸerem Maßstab intensiviert wird, zu mikro-revolutionĂ€ren Kristallisationen fĂŒhrt⁠18 Barad folgend, könnten wir diese radikalen molekularen Kristallisationen, die auf molekularer Ebene unter Materieteilchen stattfinden, als „PhĂ€nomene“ verstehen, die „nicht in Raum und Zeit lokalisiert [sind]; vielmehr sind PhĂ€nomene durch die Raumzeitmaterialisierung des Universums eingefaltete und durchwirkte materielle VerschrĂ€nkungen“.⁠19 Plastik ist nicht biologisch abbaubar; es zerfĂ€llt und wird kleiner und kleiner, der Kunststoff bleibt aber in seinem Wesen ganz und hat Auswirkungen auf die Welt. Diese agentischen Schnitte, die mikro-revolutionĂ€ren Formationen, eröffnen situative Reaktionsmöglichkeiten, die tatsĂ€chlich zu Verantwortlichkeiten in jeder einzelnen Teilchenkonstellation befĂ€higen. Eine mikro-revolutionĂ€re Praxis setzt also mehrfache Akte werdender Verantwortlich-/Verantwortbarkeiten voraus. Materie – oder, um genauer zu sein, unsere Beziehung zu unseren affektiven Maschinen und Substanzen – kristallisiert eine Verdichtung der FĂ€higkeit, zu reagieren, zu antworten.

Allgemeiner formuliert, sind Körper und ihre gesellschaftlichen Beziehungen von vor-symbolischen oder nichtmenschlichen KrĂ€ften strukturiert – KrĂ€ften, die als konkurrierende Mikro-Wirkungsvermögen konstuiert sind. Diese Subjekte sind Körper aus Vielheit, da sie durch Raum, Zeit und Wirklichkeiten gebeugt sind. Ihre Verkörperung ist ihre situative Einbettung in der Umwelt, als eine verkörperte Wahrnehmung.

Die Installation zieht die Möglichkeit einer ZukĂŒnftigkeit in Betracht, in der das Eins-Werden mit Tieren und technischen GegenstĂ€nden eine kollektive Teilhabe an außernatĂŒrlicher WirkmĂ€chtigkeit bedeutet. Heutige sinnlich-technoide Körper – ein Körper, in dem die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer schon verschoben sind und der Sexbots und ihre kĂŒnstlichen Intelligenzen umfasst – können als „materiell implodierte EntitĂ€ten“ verstanden werden, als „verdichtete materiell-semiotische ‚Dinge‘“, „im Dazwischen“ und nicht lokalisierbar.⁠20 Doch geht es dieser Cyborg-Puppe nicht darum, die Grenzen zwischen Mensch und Nichtmensch zu verwischen, sondern die materialisierenden Effekte dessen zu verstehen, wie Grenzen zwischen ‚Menschen‘ und ‚Nichtmenschen‘ gezogen werden.⁠21 Ihr Zustand der Unbestimmbarkeit wohnt der Bildung neuer Zeitlichkeiten und Begehrensbereiche inne, in denen neue Subjekte der VerschrĂ€nkung entstehen.

IV.

Sogar wenn das Molekulare als Rohmaterial ausgebeutet wird, kann es noch eine verfĂŒgbare Ressource fĂŒr Widerstand sein. Der Schlangenstern, Wolbachia und die Plastifizierung der Welt bieten Beispiele, in denen die revolutionĂ€re Unmittelbarkeit der molekularen Wirkmacht als wesentlicher Teil des nicht/menschlichen Bereichs von Zellen und Körpern beobachtet werden kann. In Untersuchungen von Zellverhalten erscheinen Stoffwechselnetzwerke, Maschenwerke und Proteinfaltung als spekulative, materiell verfĂŒgte Prozesse, da sie nicht jenseits ihrer Beziehung zu Materie existieren. Überdies befindet sich das Regime der finanziellen Inwertsetzung durch Biosicherheit in einer instabilen Sachlage, da es beinahe unmöglich ist, eine nicht spezifizierbare ZukĂŒnftigkeit im molekularen Bereich der ökonomischen Berechnung zu erfinden. In Barads AnsĂ€tzen an die FĂ€higkeit von Materie zu ihrer eigenen Mikro-WirkmĂ€chtigkeit, ist das Virtuelle unkalkulierbar. Vielmehr bietet die Vielheit molekularer körperlicher Materialien – als empfindsame RelationalitĂ€ten – Raum fĂŒr die Ausbreitung alternativen Körperwissens, fĂŒr das Aufkommen neuer Forderungen an Staats- und privatwirtschaftliche Organe durch die Kollektivierung semiotisch-empfindsamer Köpfe. Was heutige Kopfarbeiter*innen angeht, ist das biologische Selbst ein gefĂ€hrlich nacktes Wesen. Von zentraler Wichtigkeit sind die subontologischen Bereiche, in denen Konfrontation und KĂ€mpfe außerhalb des Feldes des Erkennbaren und somit jenseits von ReprĂ€sentation selbst stattfinden. Beispielsweise setzen Praktiken, die an molekularen Prozessen der kollektiven Verschiebung [undercommoning] ausgerichtet sind, die Welt als etwas, das noch entsteht, wobei die Gegenwart als ein offenes Feld der politischen Beteiligung erhalten wird.⁠22 Diese molekulare Territorialisierung kann sich nun nicht nur auf chemische und genetische Prozesse beziehen, sondern auch auf menschliche Körper, politische Gruppierungen und GefĂŒge: „MolekĂŒle territorialisieren und deterritorialisieren, indem sie immer neue Gruppierungen bilden und sich dann in neue Möglichkeiten“ der menschlichen, gesellschaftlichen und abstrakten Verbundenheiten „verzweigen“.⁠23 Die aufkommenden molekularen Zeitlichkeiten, erzeugen – spekulativ betrachtet – eine eigene diskontinuierliche Geschichte und Gegenwart⁠24 Die fortwĂ€hrende materielle Zusammensetzung von Empfindsamkeit als eine Reihe molekularer, intra-aktiver Muster reprĂ€sentiert queere Ökologien. Denn in seiner inhĂ€rent widerstĂ€ndigen Beschaffenheit und durch seine zufĂ€llige Gestaltung, wird das Molekulare zu einer Abstraktion. Diese MolekĂŒle des Begehrens werden zur Gelegenheit fĂŒr eine polymorphe Antizipation und verkörperte Mikro-Wirkmacht des Empfindsamen. Dieser Prozess der desaffizierten Arbeit, durch die MolekĂŒle ihre Wirkmacht erschaffen, zerschneiden, auftrennen und wieder verschrĂ€nken, ist selbst ein GefĂŒge der mikro-revolutionĂ€ren Kristallisation, deren Intensivierungen technisch-menschliche Körper als komplexe „Teilchen der Möglichkeit“ entwerfen.⁠25 Unsere technologischen Maschinen konstituieren uns in Beziehung zu der Materie, die uns umgibt. Die Politik des Begehrens dreht sich im Wesentlichen um diese GefĂŒge aus „Teilchen der Möglichkeit“, die sich aus abstrakten Maschinen zusammensetzen.⁠26

V.

Schließlich zielt der in meiner Arbeit vorgestellte Sexbot darauf ab, die zugrundeliegenden Wirkungs- und Handlungsvermögen auf Mikro-Ebene an die OberflĂ€che zu bringen. Sie werden in der technisch-maschinellen Beziehung zwischen Körper, Begehren und Materie verstĂ€rkt und konstituieren die Vielheit gefĂ€hrdeter Körper, deren „molekulare Freude“ den Rohstoff fĂŒr intim-kognitiven Kapitalismus darstellt. Dadurch legt diese Arbeit nahe, dass wir dringend unsere Cyborg-Politik verfeinern, VergnĂŒgen an der „Verwirrung von Grenzen“ haben und „fĂŒr Verantwortung in deren Konstruktion“ argumentieren sollten.⁠27 Die in Sexbots integrierte kĂŒnstliche Intelligenz speichert Information im Körper des Bots, durch die er lernt, als eine zufĂ€llige, molekulare, intra-partizipatorische sexuelle Spezies zu agieren. Dieses Training basiert auf DatensĂ€tzen, die intra-aktiv Datenlandschaften des VergnĂŒgens erzeugen, die wiederum mit bestehenden Berechnungsinfrastrukturen verknĂŒpft und in ihnen verortet sind, wobei auch computerisierter Zugang und Verbindung neudefiniert werden. Anstatt die Permanenz von Daten zu stĂ€rken, fördern diese aufkommenden Datenlandschaften Polygamie, Vielförmigkeit und ZufĂ€lligkeit. Der Code eröffnet Netzwerke des bislang unbekannten sinnlichen, affektiven Wissens: ein unendlicher RĂŒckkopplungsknoten in der sym-poetischen VerschrĂ€nkung von Körper, Sex und Technologie, hin zu einem vielrhythmischen Cyberspace. Als ein mikropolitischer Virus infiltriert der physische und kĂŒnstliche Körper die Konfiguration und Leistung anderer technischer Maschinen und ihrer Beziehungen. Seine Wirkmacht sollte nicht nur durch sein Erscheinen als virtuelles VergnĂŒgen erkannt werden, sondern durch seine FĂ€higkeit, die Prozesse der Übertragung, des Streamings, Herunterladens, Speicherns, Teilens und Konsums umzuverteilen und anzufechten.

Mein Ausgangsprinzip fĂŒr diese Arbeit war die Vorstellung, dass die Konzepte von Körpern und Wirklichkeiten, die kĂŒnstlicher Intelligenz und solchen neuen Technologien innewohnen, tief in heteronormativen, rassistischen, kolonialen Weltbildern verwurzelt sind: Wir mĂŒssen die Determinierung von, den Zugang zu, und unsere Teilhabe an diesen Szenarios beunruhigen. Die Menschheit muss aktiv in die Unordnung biologischen Lebens aller MaßstĂ€be intervenieren, um Zeitlichkeiten der kollektiv begehrten VerschrĂ€nkung zu produzieren. Was können wir von Plastik lernen, um angesichts der beschleunigten Formen von biologischem, klimatischem, geologischem, gesellschaftlichem und technologischem Wandel, von Tod und Ungleichheit politische Resilienz zu schaffen? Als ein Ergebnis ihrer molekularen Grundlage in Öl versammeln Kunststoffe giftige Potenz, wĂ€hrend sie sich durch die Welt und unsere molekularen Körper bewegen.⁠28 Mir scheint es, als sei das dringlichste Erfordernis der Menschheit eine politische Ordnung, die den körperlichen, technowissenschaftlichen Praktiken entspricht; die nicht von Gesetz, Eigentum und Nation beschrĂ€nkt wird, sondern offen ist fĂŒr ein ethisches Spiel jenseits der gegenwĂ€rtigen Aneignung von Leben in das geopolitische biologische Dispositiv. Im Erhalt von Zufluchtsorten und RĂ€umen fĂŒr undisziplinierte, wilde und widerspenstige Formen von Leben und Wissen sollten auch Orte enthalten sein, wo auch invertierte und technisch-queere Mikroben und Lebensformen ein Zuhause finden.⁠29 Wir mĂŒssen darauf vorbereitet sein, unwahrscheinliche VerbĂŒndete zu akzeptieren, und anerkennen, dass unsere KĂ€mpfe wechselseitig sind oder sich zumindest gegen gemeinsame Feinde richten: die zunehmende Liberalisierung von MĂ€rkten, AusteritĂ€tsmaßnahmen und Extraktivismus. Eine kritische Ethik der Gegenwart umfasst im Wesentlichen das Finden von Strategien, um mit Giftigkeit zu leben und akzeptiert sie gar als eine queere Zukunft; sowie Wege, um Schrecken zu navigieren, wĂ€hrend Politiken, Regierungen und Unternehmen entgegengewirkt wird, die verhindern, dass neue und fremde Lebensformen aufkommen.⁠30 TatsĂ€chlich existiert noch keine Ökonomie der Technologie-gefĂŒhrten Transformationen in polymorphen Begehren und reproduktiver Arbeit. Es liegt an uns, Systeme zu schaffen, in denen kĂŒnftige libidinale Ordnungen einen Platz finden können, um nicht/menschliche Netzwerke als queere Verwandtschaften und gemeinsame Zeitlichkeiten zu bestĂ€tigen.

Dieser Text ist Teil der Publikation The Eternal Network – The Ends and Becomings of Network Culture. Hier kannst du sie bestellen oder als kostenfreies PDF herunterladen.

  1. 1
    Eben Kirksey, „Queer Love, Gender Bending Bacteria, and Life after the Anthropocene“, Theory, Culture, and Society (3. Juni 2018): 197-219, S. 205.
  2. 2
    Paul Preciado, Testo Junkie: Sex, Drugs, and Biopolitics in the Pharmacopornographic Era, New York: The Feminist Press at CUNY, 2013, S. 1.
  3. 3
    Ich verstehe Maschinen als technischen Rahmen, der uns umgibt, sowie in Anlehnung an FĂ©lix Guattaris „Sys-teme der semiotischen Beziehungen“, in Molecular Revolution, Psychiatry and Politics, London: Penguin, 1984.
  4. 4
    FĂ©lix Guattari und Gilles Deleuze, Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenie I, Frankfurt am Main: Suhr-kamp, 1974 (1972), S. 235.
  5. 5
    Claire Colebrook, „Sexual Indifference“, in Tom Cohen (Hg.) Telemorphosis: Theory in the Era of Climate Change, Band 1, Ann Arbor: MPublishing/Open Humanities Press, 2012, S. 167-182, S. 177.
  6. 6
    Heather Davis, „Imperceptibility and Accumulation: Political Strategies of Plastic“, Camera Obscura 92, 32.2 (2016): S. 186-193, S. 188.
  7. 7
    Davis, „Imperceptibility and Accumulation“.
  8. 8
    Kelley und Hayward, „Carnal Light: Following the White Rabbit“, parallax 19.1 (2010): S. 114-127; zitiert in Kirksey, „Queer Love“, S. 6f.
  9. 9
    A.d.Ü. Der Schlangenstern wird auf Englisch brittle star genannt; brittle bedeutet auch sprö-de/bröselig/vergĂ€nglich/zerbrechlich.
  10. 10
    Karen Barad, „Invertebrate Visions: Diffractions of the Brittlestar“, in Eben Kirksey (Hg.) The Multispecies Salon, Durham: Duke University Press, 2014, S. 221-236.
  11. 11
    Ebd.
  12. 12
    Ebd.
  13. 13
    Kirksey, „Queer Love“, S. 4ff.; Donna Haraway, Unruhig bleiben – Die Verwandtschaft der Arten im Chthulu-zĂ€n, aus dem Englischen von Karin Harrasser, Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2018, S. 125-126.
  14. 14
    Vernon A. Rosario, Quantum Sex: Intersex and the Molecular Deconstruction of Sex, Durham: Duke University Press, 2009.
  15. 15
    Karen Barad, „Dis/kontinuitĂ€ten, RaumZeit-Einfaltungen und kommende Gerechtigkeit. QuantenverschrĂ€nkun-gen und hantologische Erbschaftsbeziehungen“, in dies. VerschrĂ€nkungen, Berlin: Merve, 2015, S. 71-114, S. 80ff.; Haraway, Die Neuerfindung der Natur.
  16. 16
    Karen Barad, „BerĂŒhren – das Nicht-Menschliche, das ich also bin (V.1.1)“, in Kerstin Stakemeier und Susanne Witzgall (Hg.) Macht des Materials – Politik der MaterialitĂ€t, Berlin: diaphanes, 2014, S. 163-176.
  17. 17
    Karen Barad, „Diffracting Diffraction: Cutting Together-Apart“, Parallax, 20:3, 2014, S. 168-187, S. 176.
  18. 18
    Guattari, Molecular Revolution, S. 9.
  19. 19
    Karen Barad, „Dis/kontinuitĂ€ten, RaumZeit-Einfaltungen und kommende Gerechtigkeit. QuantenverschrĂ€nkun-gen und hantologische Erbschaftsbeziehungen“, in dies. VerschrĂ€nkungen, Berlin: Merve, 2015, S. 71-114, S. 103.
  20. 20
    Donna Haraway, „Überschwemmt von Urin. DES und Premarin in artenĂŒbergreifender ResponsabilitĂ€t“, in Unruhig bleiben, S. 129ff.
  21. 21
    Karen Barad, „Die queere PerformativitĂ€t der Natur“, in dies. VerschrĂ€nkungen, Berlin: Merve, 2015, S. 115-171, S. 127-129.
  22. 22
    Meine Verwendung von ‚undercommoning‘ bezieht sich auf Stefano Harney und Fred Moten, The Undercom-mons. Fugitive Planning and Black Study, New York: Autonomedia, 2013.
  23. 23
    Jordana Rosenberg bezieht sich in „The Molecularization of Sexuality: On Some Primitivisms of the Present“ (Theory & Event 17.2 (2014), S. 15; https://www.muse.jhu.edu/article/546470 ) auf Gilles Deleuze und FĂ©lix Guattari, A Thousand Plateaus, Minneapolis: University of Minnesota Press, 1987.
  24. 24
    Rosenberg, „The Molecularization of Sexuality“.
  25. 25
    Guattari, Molecular Revolution, S. 5.
  26. 26
    Ebd.
  27. 27
    Haraway, Die Neuerfindung der Natur; Kirksey, „Queer Love”, S. 18.
  28. 28
    Davis, „Imperceptibility and Accumulation“, S. 189.
  29. 29
    Kirksey, „Queer Love”, S. 18.
  30. 30
    Davis, „Imperceptibility and Accumulation“, S. 191.