| Tagline: | internationales medienkunstfestival berlin |
|---|---|
| Venues: | Podewil, Maria am Ostbahnhof |
| Date: | 11.02 – 22.02.1999 |
| Organisation: | Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH |
| Website: | https://pastwebsites.transmediale.de/99/index.html |
Mit dem neuen Untertitel „international media arts festival berlin“ lud die transmediale auch 1999 Künstler und Wissenschaftler sowie kommerzielle Produzenten ein, digitale Welten und Wesen in Film, Video und Spiel vorzustellen. Die Unterhaltungsindustrie wurde als spannendes Experimentierfeld von Kunst, Design und moderner Technik und ihrer umwälzenden Veränderungen und somit als natürliches Thema der transmediale wahrgenommen.
Vorwort zum Festivalkatalog
Sich jedes Jahr neu erfinden – das ist die Herausforderung, der sich die transmediale auch 99 wieder gerne gestellt hat. Wie die sich rasant entwickelnden Neuen Medien ist auch das Festival selbst inmitten eines stetigen prozessualen Wandels. Was in den vergangenen zwölf Jahren vom VideoFest zur transmediale heranwuchs, ist heute ein internationales und renommiertes Medienkunstfestival in der Hauptstadt – ein Festival also, das mit dem neuen Untertitel „international media artfestival berlin" vor allem über die Grenzen Deutschlands hinaus Zukunftsbewußtsein, Vielfalt und Offenheit signalisiert.
So kurz vor der Jahrtausendwende hat das Festival in diesem Jahr noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht: An mehreren Tagen und über verschiedene Veranstaltungen verteilt, stellen Künstler und Wissenschaftler sowie kommerzielle Produzenten digitale Welten und Wesen in Film, Video und Spiel vor. Denn die Unterhaltungsindustrie als spannendes Experimentierfeld von Kunst, Design und modernerer Technik und ihre umwälzenden Veränderungen begreifen wir als ein natürliches Thema der transmediale. Ein im Vergleich zur Berlinale weniger Ballast tragendes Festival, das auch weiterhin am Puls der Zeit bleiben will, kann eben schnell auf neue Medientrends reagieren und somit auch das beliebte Filmfestival ergänzen.
Die transmediale hat im letzten Jahr erstmals durch die erfolgreich geprobte Verpflichtung von Gastkuratoren für Spezialbereiche mehr denn je Aktualität und Sachkenntnis garantiert. In diesem Jahr haben wir dieses Konzept weiterverfolgt und zu unserer Freude weitere Gastkuratoren hinzuziehen können, die durch ihre unterschiedlichen Provenienzen und Fachgebiete das Festival bereichern.
Herzstück der transmediale und Garant für frische Produktionen und neueste Konzepte frei Haus ist nach wie vor der Wettbewerb in den Bereichen Video, Computeranimation, CD-ROM, Internet, TV und Installation. Die Erweiterung des Studentenwettbewerbs von Video auf alle Medien des Festivals erscheint uns in Anbetracht der Wichtigkeit der digitalen Produktion innerhalb der Ausbildung nur konsequent. Eine Entscheidung, die mit einer vergleichsweise hohen Anzahl von studentischen Einreichungen belohnt wurde.
Eine weitere Neuerung: der Katalog. Nicht mehr in broschürenhafter Form am Tagesprogramm orientiert, erhält er in diesem Jahr zum ersten Mal mit übergeordneten und medientheoretischen Texten einen Haltbarkeitswert über die Festivaldauer hinaus. Und mit dem hinteren Teil des Kataloges, der zu den Exponaten, Performances und den Videos Kurzbeschreibungen enthält, ist eine bessere Übersicht gewährleistet, die zum Nachlesen auffordert.
Damit spiegelt der Katalog die zwei Hauptelemente der Programmstruktur wider: die „presentations" am Nachmittag, die, von Experten kuratiert, die innovativsten und aufregendsten medialen Projekte vorstellen. Diesen folgen die abendlichen „screenings", in denen die besten unterhaltsamen bis künstlerischen Videoproduktionen und Computeranimationen einladen, sich ganz dem Rausch des Visuellen zu ergeben.
Video – dieses fast schon klassisch zu nennende Medium – hat trotz aller Weiterentwicklung anderer und neuerer Medien offenbar neue Impulse erfahren. Dem geht die transmediale selbstverständlich schon aufgrund ihrer „Jugendzeiten" als VideoFest nach und stellt Wiederentdeckungen und Video-Youngbies ins Rampenlicht.
Daß Video nicht nur das Medium der 80er Jahre, sondern auch in den 90ern und zu Beginn des nächsten Jahrtausends künstlerisches Ausdrucksmittel ist, läßt sich auch im club transmediale erfahren. Damit hat die transmediale zum ersten Mal außerhalb des Podewil einen Satelliten, wo Videoarbeit im Clubkontext stattfindet: tägliches Experiment, DJ/VJ-Sets, gemeinsam mit transmediale-Künstlern als work in progress. Derartige Kooperationen möchten wir in Zukunft noch ausbauen, inspiriert man sich doch gegenseitig und kann zusammen in Berlin ein Festival verwirklichen, das sich immer wieder neu erfindet.
Micky Kwella und Susanne Jaschko, Kuratoren
Das Programm der transmediale '99 spiegelt die neuen Modelle des Medienexperiments wider: ein erweiterter transmediale-Preis, der nicht mehr nur auf Videoeinreichungen beschränkt ist, ein neuer Katalog, der allgemeine Informationen und Texte zur Medientheorie enthält, gefolgt von Profilen zu den Festivalausstellungen, Performances und Videos. Dies spiegelt die Hauptpfeiler des Programms wider: die „presentations" am Nachmittag, die, von Experten kuratiert, die innovativsten und aufregendsten medialen Projekte vorstellen. Diesen folgen die abendlichen „screenings", in denen die besten unterhaltsamen bis künstlerischen Videoproduktionen und Computeranimationen einladen, sich ganz dem Rausch des Visuellen zu ergeben. Damit hat die transmediale zum ersten Mal außerhalb des Podewil einen Satelliten, club transmediale, wo Videoarbeit im Clubkontext stattfindet: tägliches Experiment, DJ/VJ-Sets, gemeinsam mit transmediale-Künstlern als work in progress.
First Prize in the category Video goes to Take Me Home by Matt Hulse, for its eccentric grainy naked digital dirtyness, Second Prize in the category Video goes to Zoetrope by Joseph Hyde, for its virtuoso audiovisual score and for building a rich visual world from nothing more than a few dropouts. The Prize in the category CD-ROM goes to Nightwalks by Hugo Glendinning and Tim Etchells, with Forced Entertainment for truly seamless use of Quicktime VR and its stunning photography and unobstrusive use of technology. The Prize in the category Internet goes to The Future Looms – Holes Lining Threads by Alicia Felberbaum for its cleverly woven adaptation of computer history based on the industrial revolution and specifically the textile industry.
Der Festivalkatalog enthält umfassende Informationen zu allen im Rahmen der transmediale '99 stattfindenden Veranstaltungen sowie gezeigten Werke.
Team
Micky Kwella Direction, Dr. Christoph Metzger Management, Micky Kwella, Susanne Jaschko Curators, Karin Schyle Curatorial Assistant, Axel Bohse Media Art Installations, Micky Kwella, Susanne Jaschko, Dr. Thomas Beutelschmidt, Tom Sperlich, Tilman Baumgärtel, Henry Steinhau, Herbert Gehr, Stephan Ott, im stall, Dr. Wolf Siegert, Uli Weinberg, Danny Yung, Oke Maas, Rudolf Frieling Program,
Micky Kwella, Susanne Jaschko, Safy (Assaf Etiel) Compilation Video, Micky Kwella, Susanne Jaschko, Timm Ringewaldt, Tilman Baumgärtel, Compilation Internet Projects, Micky Kwella, Susanne Jaschko, Timm Ringewaldt Compilation CD-ROMS, Sonja Bender, Timm Ringewaldt, Eliane Schott, Alexander Sellschopp, Carsten Stabenow, Annabelle Wiek Student Works, Christine Sievers Press, Birgit Papaschek Press Assistant, Angelika Wieland, Christina Kempe Organization, Karin Schyle, Boris Schmidt, Amie Robinson Organization Assistants, Dr. Christoph Metzger, Flora Tálasi Sponsoring, Maximilian Stelzl Technical Support Podewil, Matthias Behrens Technical Support transmediale, Hannes Ickert Technical Support Assistant transmediale, Prof. Stefan Koppelkamm's Group (Kunsthochschule Berlin-Weißensee) Exhibition Design, Stefaan Decostere, Anne-Marie Duguet, John Hanhardt, Wulf Herzogenrath, Joachim Sauter Advisory Board
Support
Sponseren: Apple, Berliner Kulturberanstaltung-Gesellschaft mbH, Botschaft von Frankreich, Europäische Kommission, Hauptstadtkulturfonds, Podewil, Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin, PandaSoft, av.f medienprojekte gmbh, GATE, die tageszeitung, Institut Français Berlin, PIK, The British Council, Contrib.Net, Volkswagen Art & Shuttle, TNT, RadioEins, Art + Com, B1. Das Belrin-Fernsehen vom SFB.
Medienpartner: B l. Das Berlin - Fernsehen vom SFB, die tageszeitung, RadioEINS



