In diesem Vortrag wird der italienische Philosoph Federico Campagna die Frage nach Nähe und Distanz, wie sie durch zeitgenössische Technologien vermittelt wird, aus einer metaphysischen und bewusst unzeitgemäßen Perspektive untersuchen. Aufbauend auf den Werken antiker und mittelalterlicher Denker sowie nicht-westlicher Philosophien wird er erörtern, inwieweit es jemals möglich war, von einer authentischen „Nähe“ zu anderen Menschen zu sprechen und zugleich, paradoxerweise, ob es überhaupt vorstellbar ist, dass es eine wirkliche „Distanz“ zwischen den verschiedenen Wesen gibt, die die Welt bevölkern.
Auf der Bühne wird ihn der Anthropologe und Medientheoretiker Shaka McGlotten begleiten, der ein Gespräch mit Federico und dem Publikum führen wird.