• Lecture Performance
  • sIlent green Kulturquartier / Betonhalle
Coca Assembly
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IRL / presential

Die Cocapflanze ist eine der weltweit am meisten missverstandenen psychotropen Pflanzen. Seit über 8.000 Jahren wird sie in Abya Yala kultiviert und verehrt. Für die Gesellschaften des Inkareichs war sie zugleich Währung, Gottheit und eine zentrale Nahrungsquelle. Bis heute ist Coca nicht bloß eine Ware, sondern ein heiliges Wesen, ein Grundpfeiler politischer und kultureller Widerständigkeit sowie integraler Bestandteil ökonomischer und spiritueller Praktiken. Dennoch gehört die Pflanze zu den am stärksten stigmatisierten: verfolgt, kriminalisiert und nahezu ausschließlich mit Kokain assoziiert.

Coca Assembly ist das erste Kapitel einer fortlaufenden Werkserie von Laura Huertas Millán, die sich mit der Geschichte der Pflanze vor und jenseits ihrer Prohibition auseinandersetzt. Als poetische Lecture bei transmediale präsentiert, verwebt das Werk Klangaufnahmen, Begegnungen mit Coca-Nutzenden, Heiler:innen und Aktivist:innen sowie essayistische Notizen. Diese 40 Minuten lange juntanza (Versammlung) schlägt einen Moment des Zuhörens und Zusammenkommens mit und um die Cocapflanze vor.