Claus Pias: Was waren Medien? (diaphanes, 2011)
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Dass es im Alltag Medien gibt, ist selbstverstĂ€ndlich. FĂŒr die Wissenschaft gilt dies keineswegs. Wir reden stattdessen von âMedien", wie sie durch jene Medienwissenschaft erfunden wurden, die in den letzten 25 Jahren eine unvergleichliche Dynamik entfaltet hat. Die Bilanz der Studienplatzbegehrlichkeiten signalisiert, dass alle âwas mit Medien" machen wollen und die Nachfrage noch lange nicht gestillt ist. Warum hat das Wort âMedien" eine so enorme Konjunktur erfahren? Was machte die Rede von âMedien" selbst erst möglich und was ermöglichte ihr Vollzug? Und wie konnte aus einem dissidenten Diskursprogramm eine institutionelle Erfolgsgeschichte mit derzeit 600 StudiengĂ€ngen werden? Ein historischer Bogen scheint sich zu spannen, der von einer emphatischen Phase der Gewissheit darĂŒber, was Medien seien, ĂŒber eine zweite Phase der produktiven Irritation verlĂ€uft, um in der Gegenwart einer Erforschung des âMedialen" zu enden, in der vielleicht eine weitere Wissenschaft ihren Gegenstand durch Erfolg zum Erliegen gebracht hat. Oder war/ist dies erst der Anfang? Der Band blickt auf die AnfĂ€nge der akademischen BeschĂ€ftigung mit Medien in Deutschland zurĂŒck, setzt sie in Beziehung zur Geschichte der Medienkunst, fragt nach der wissenschaftssystematischen Position von Medienwissenschaft und entwickelt Zukunftsperspektiven.
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Mit BeitrÀgen von Dieter Daniels, Lorenz Engell, Wolfgang Hagen, Joachim Paech und Claus Pias.