Wie ein Faden dreht und wendet sich der Kolonialismus in verschiedene Richtungen, anstatt sich in der Zeit vorwĂ€rts zu bewegen. Distributed Cognition Cooperative entwirrt die koloniale Zeitlichkeit des postsowjetischen Raums durch Konzepte wie LinearitĂ€t, Latenz, Rekursion und Dauer und blickt hinter die klischeehaften Darstellungen von Ruinen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. In ihrer Lecture Performance untersucht sie, wie souverĂ€nen Nationen durch futuristische Vorstellungen von sowjetischer Weltraumforschung und Industrialisierung russische koloniale Gewalt auferlegt wird. Die russischen Kolonialkriege, ausgeĂŒbt durch monströse logistische Infrastrukturen, Waffen mit gelegentlichen Fehlfunktionen, Stellvertreterarmeen und Cyberwar-Taktiken, umspannen mehrere Generationen und unterwerfen ihre Ziele wiederkehrenden Zyklen aus Angst und Gewalt. WĂ€hrend die Toten eines Krieges von den Toten eines anderen Krieges heimgesucht werden, wird die Frage gestellt, wie sich auf die Endlichkeit kolonialer Regime hinarbeiten und ihre VergĂ€nglichkeit verstĂ€rken lĂ€sst.
