In Há Terra!, Ana Vaz stages a hunt and subverts ethnographic tendencies in order to exhume a history of survival and political resistance in Brazil's sertão region—a history that persists in local land claims today. "Darting camera movements appear to chase a young maroon girl through the high grass. The present-tense voice-over seems to fuse with the past in the myopia of the long focus lens. The recurrent sound loop of a man shouting "Land! Land!" conjures up the distant memory of colonialism. But the beauty of this collage rests on the impossibility for the spectator to let this past "pass": soon the current testimony involves a mayor who has taken over by threat the lands of the indigenous people. The young girl being hunted comes to personify a territory." (Charlotte Garson)
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In Há Terra! inszeniert Ana Vaz eine Jagd und unterläuft ethnografische Ansätze, um eine Geschichte vom Überleben und politischen Widerstand in Brasiliens Region Sertão ans Licht zu bringen – eine Geschichte, die in heutigen lokalen Landrechtsfragen fortdauert. „Wilde Kamerabewegungen verfolgen ein junges kastanienbraunes Mädchen durch hohes Gras. Der aus der Gegenwart sprechende Voice-Over scheint mit der Vergangenheit in der Kurzsichtigkeit des Teleobjektivs zu verschmelzen. Der wiederkehrende Sound-Loop der Stimme eines Mannes, der „Land! Land” ruft, beschwört die entfernte Erinnerung an den Kolonialismus herauf. Die Schönheit dieser Collage beruht aber auf der Unmöglichkeit der Zuschauer_innen, diese Vergangenheit „vorbeiziehen” zu lassen: die gegenwärtige Einlassung bezieht sich bald auf einen Bürgermeister, der mit Gewalt die Gebiete der indigenen Bevölkerung übernommen hat. Das junge verfolgte Mädchen wird zur Personifikation eines ganzen Gebietes.” (Charlotte Garson)
